Angela Dietz

Angela Dietz ist Expertin für GESUNDES KOMMUNIZIEREN & FÜHREN zum Aufbau einer UNTERNEHMENSKULTUR DER POTENTIALENTFALTUNG. Die „Biologin der Kommunikation“ studierte Biologie, Sportwissenschaft und Pädagogische Psychologie in Göttingen. Nach ihrem zweiten Staatsexamen mit Auszeichnung absolvierte Sie eine Ausbildung zur Business Trainerin und eine zweijährige Weiterbildung zur Psychotherapeutischen Beraterin. Nach achtjähriger Beratungstätigkeit, vielfältigen Fort- und Ausbildungen zum Coach, zur Kommunikations- und Entspannungstrainerin gründete sie 2003 ihr eigenes Unternehmen: MENSCHLICH ERFOLGREICH – das besondere Beratungsunternehmen für Biologisch - gesundes Kommunizieren und Führen mit dem Anspruch auf Nachhaltigkeit.

Hier setzt sie ihren analytischen Verstand ein, um Unternehmen, Schulen oder Privatpersonen in unterschiedlichsten Veränderungs- und Weiterentwicklungsprozessen zu begleiten. Sie ist außerdem Professional Speakerin GSA/Steinbeiss Uni, Dozentin an zwei Hochschulen, Autorin und neben der Unternehmerin, Mutter von drei großen „Kindern“.

Die Gewaltfreie Kommunikation von Marshall Rosenberg bildet die Grundlage ihrer Arbeit – über Jahre hinweg lernte sie von und trainierte mit Marshall Rosenberg persönlich.

Weitere Informationen: www.angela-dietz.de


Generationen x,y, z...   ?
Wie Führung und Unternehmensmiteinander sich heute buchstabieren

ManagerGate schreibt am 06.06.2011, dass 44 Prozent der "Young Professionals" die Führungskompetenzen und Zuhörerqualitäten ihrer Vorgesetzten für unzureichend halten. Die Online-Befragung der Ruhr Universität Bochum (2012) zeigt unmissverständlich auf, das der Chef der „Unzufriedenheitsfaktor Nummer eins“ und der Hauptkündigungsgrund von erfolgreichen Mitarbeitern ist.

Woran liegt es?

Fachlich sind sie meist spitze. Ausbildungen, Fortbildungen – im fachlichen Austausch haben sie alles im Griff, doch wenn es Meinungsverschiedenheiten gibt, Mitarbeiter unzufrieden sind, dann sind sie schnell überfordert.

Ein Teil der Führungskräfte, die ich selbst in den vergangenen Jahren beraten durfte und noch immer begleite, führte häufig durch „Nicht einmischen“, „alles laufen lassen“, „Entscheidungen aussitzen oder im Gremium – also im abgesicherten Modus treffen“.  Andere führten, noch auf herkömmliche Art durch „Macht von oben“ mit Druck, versteckten oder offenen Einschüchterungen und Entscheidungen über viele Köpfe hinweg. Der Ton, den sie dabei anschlugen, sollte die eigene Hierarchiestufe und Wichtigkeit unterstreichen, Respekt verschaffen und mithelfen, dass die Mitarbeiter Ihre Führungskraft ernst nehmen und respektieren.

Doch das Gegenteil war bei dieser Art der Führung häufig der Fall.

FÜHRUNG heute ist situativ, unterstützend und gesund

Um an engagierte, hochqualifizierte oder erfahrene Mitarbeiter zu kommen, ist es Zeit, Arbeitsbedingungen zu schaffen, in denen Menschen aufblühen, sie ihr volles Potenzial entfalten können – sinnstiftendes Tun können, was sie erfüllt.

Kontrolle und Macht von oben waren einmal – heute brauchen wir Manager und Führende die in hohem Maße über Dialogfähigkeit, Einfühlungsvermögen und Zuhörerqualität verfügen. Unternehmen können es sich nicht mehr erlauben, schwelende Konflikte zu ignorieren, unzufriedene und unmotivierte Mitarbeiter zu haben oder Führung dem Zufall zu überlassen. Sinn, Nachhaltigkeit, Vertrauenskultur, Verstehen, Verantwortung, Wohlempfinden und Mitbestimmung sind beispielsweise Größen, die heute beachtet werden wollen.

Für bestimmte Stellenbesetzungen bewerben sich erfolgreiche Unternehmen mittlerweile bei Ihren Arbeitnehmern!

Chefs und Vorgesetzte brauchen die Fähigkeit, sich bestmöglich auf die jeweilige Situation sowie ihr jeweiliges Gegenüber einzustellen – situatives Führen.

Dafür ist es besonders dienlich, sich selbst und andere wahrnehmen und klar reflektieren zu können.

Rüder Umgangston, Ironie, ungeklärte Differenzen, schwelende Konflikte, Misstrauen, Unausgesprochenes, Spannungen, politische Spielchen – zwischen Kollegen, Partnern, Mitarbeitern und Führungskräften, gefährden nicht nur so manchen Projekterfolg, sondern machen krank.

Genau das Gleiche gilt für Schulen und Familien - das ist mittlerweile bewiesen.

Mittlerweile ist erforscht, wie die Psyche und unsere Gedanken auf Körper und Organe wirken. Die neusten Burnout-Raten sowie die Zahlen der Psychopharmaka Abgabe sprechen ebenfalls eine deutliche Sprache. Forscher haben mindestens zwei Wege gefunden, auf denen Gedanken und Verhalten dem Körper übermittelt werden können. Das eine ist der Weg über die Stresshormone, die auf Dauer den Körper schädigen. Das andere ist der direkte Weg von den Gedanken und Worten zu den Steuerungszentralen im Gehirn (Neurobiologie und Placeboforschung). Gedanken und Worte sind kraftvoll und wirksam.

Die wenigstens Erwachsenen haben im Laufe ihres Lebens erlernt, sich selbst bewusst wahrzunehmen, gesund zu kommunizieren und ihre Verhaltensmöglichkeiten deutlich zu erweitern. Sprach-, Reaktions- und Verhaltensweisen – besonders in Konfliktsituationen – sind teils seit Jahren unreflektiert, oftmals auch unverändert. 

Sie führen kraftraubende Dialoge, nehmen Äußerungen leicht persönlich, können selten ruhig und klar äußern, was sie gerade brauchen, ohne andere zu verletzen.  Der zweite wichtige Aspekt ungesunder Kommunikation – ich nenne diese auch gerne: „Junktalk und Junkthinking“ ist, dass so viele Menschen nicht die volle Verantwortung für Ihr Hören, Bewerten und Reagieren übernehmen.

Führungskultur prägt Unternehmenskultur und Unternehmenserfolg!

Einstellung, Denken und Lernbereitschaft

Wann blühen wir Menschen auf?

Wann entfalten wir unser gesamtes Potenzial?

Was brauchen wir, um unser Bestes zu geben?
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auf diese Fragen werden 10 Individuen vielleicht 10 verschiedene Antworten geben und genau hier liegt heutzutage eine deutlich größere Herausforderung für Führungskräfte als früher.

Ich höre schon aufgebrachte Stimmen, die da sagen „das kann nicht ihr ernst sein, Frau Dietz – ich habe 30 – oder 300 Mitarbeiter, da kann ich mich doch nicht auf jeden einzelnen meiner MA einstellen!“ Was glauben Sie, ich habe anderes wichtiges zu tun - Hier geht es schließlich um die Sache!“

Ja, es ist ganz wichtig zur Sache zu kommen, doch bevor das gelingen kann, müssen wir zunächst zum Menschen kommen!

Doch wie kommen wir zum Menschen?

Der Schlüssel zum Menschen ist sehr individuell.  Meistens liegt er im Herzen…
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Das Gesunde Kommunizieren und Führen ist eine zutiefst menschliche Lebenshaltung, die gleichzeitig konkretes Handwerkszeug bietet, um sich selbst zu reflektieren, Klarheit zu gewinnen, empathisch zu zuhören und aufrichtig, prägnant auf den Punkt zu bringen, um was es einem geht.

Es basiert auf dem weltweit erfolgreichen Ansatz der Gewaltfreien Kommunikation von Marshall B. Rosenberg und bezieht die Natur als Impulsgeber und Lehrer mit ein. Nachhaltige Beziehungen, Erfolge und Lösungen sind Ihre Ernte.

Weitere Informationen: Angela Dietz: Gesundes Kommunizieren“ Business Village, Göttingen 2013.

Stand: März 2016