Carolin Waldmann

Carolin Waldmann, Jahrgang 1979, ist Kauffrau und Coach. Während ihrer ersten langjährigen Arbeit im Vertriebsaußendienst absolvierte sie ein Fernstudium zur psychologischen Beraterin (Coach) und lies sich anschließend durch ein abschließendes Praxisseminar zertifizieren. Nach zehn Jahren Tätigkeit im zahnmedizinischen Verkauf nationaler und internationaler Produkte sowohl im B2B als im B2C Bereich, kehrte sie dem Arbeitsleben Ende 2012 den Rücken, um ein Bachelorstudium der Psychologie zu beginnen. Seitdem engagiert sie sich auch aktiv in den Bereichen ambulanter Hospizdienst und Onlineberatung von Kindern und Jugendlichen. Zunächst als Praktikantin und inzwischen als studentische Hilfskraft in der Abteilung für Arbeits-, Organisations- und Sozialpsychologie der TU Braunschweig, ist sie in Projekte des Stifterverbandes der Deutschen Wirtschaft sowie BMBF-Verbundprojekte involviert.
 

„aufgefangen“

Nachhaltigkeit heißt für mich unter anderem Lebensqualität bis zum Tod und Mut, Themen anzusprechen, die unbequem sind. Schon lange hatte ich den Wunsch, mich ehrenamtlich zu engagieren. Ein Artikel in der örtlichen Zeitung gab dann den letzten Anstoß. Nach einem Kennenlerngespräch startete ich mit einer Gruppe anderer die Ausbildung zur Befähigung in der Hospiz- und Trauerarbeit.  

Mich beim ambulanten Hospizdienst „aufgefangen e.V.“ in der Region Hannover ehrenamtlich einzubringen, bedeutet mir sehr viel. Das Lebenshaus ist ein Ort, der dem Thema Tod und Trauer einen Platz gibt und ihn aus der Tabuzone herausholen soll.

„Sie sind wichtig, weil Sie eben Sie sind. Sie sind bis zum letzten Augenblick Ihres Lebens wichtig, und wir werden alles tun, damit Sie nicht nur in Frieden sterben, sondern auch bis zuletzt leben können." (Cicely Saunders)

Auch wenn ich wegen meines Studiums in Braunschweig nicht so involviert sein kann, wie ich es mir wünsche, bin ich stolz auf die Stunden, die ich leiste und die Unterstützung, welche der Verein tagtäglich vielen Menschen bietet. Inzwischen gibt es auch ein Aufklärungsprojekt für Schulen. Kinder im Grundschulalter haben Abschiede, Verluste oder auch den Tod nächster Angehöriger bereits erlebt. Das Konzept „Hospiz macht Schule“ setzt hier an und will dazu beitragen, Fragen der Kinder aufzunehmen und Ängste abzubauen bzw. gar nicht erst entstehen zu lassen.

Die ehrenamtliche Arbeit hilft mir selbst dabei, mich mit Ängsten auseinander zu setzen und in allen Bereichen des Lebens nachhaltiger zu sein. Als Bürgerreporterin bei my Heimat, möchte ich zukünftig den Kreis der Menschen erweitern, denen ich von Hospizarbeit und Nachhaltigkeit im Alltag erzähle.