Claudia Silber

Claudia Silber ist seit 2009 als Pressesprecherin bei der memo AG/Greußenheim tätig – seit 2013 leitet sie den Bereich Unternehmenskommunikation des Unternehmens. In dieser Funktion ist sie nicht nur für die Presse- und Öffentlichkeitsarbeit des ganzheitlich nachhaltig tätigen Versandhandels zuständig, sondern verantwortet auch das Sponsoring und ist Ansprechpartnerin für die zahlreichen Kooperationspartner der memo AG. Nach dem Studium der Germanistik und Journalistik an der Otto-Friedrich-Universität Bamberg war sie einige Jahre in der Presse- und Öffentlichkeitsarbeit von Textilunternehmen tätig. Ein internes CSR-Projekt weckte ihr Interesse am Thema Nachhaltigkeit, dem sie sich seither beruflich widmet. Zu ihren Aufgaben gehört u.a. auch die Mitarbeit am memo Nachhaltigkeitsbericht, der alle zwei Jahre erscheint.'
 

Was jeder tun kann, um seinen Alltag bewusster und nachhaltiger zu gestalten

Interview mit Claudia Silber, Leiterin Unternehmenskommunikation memo AG
 

Frau, Silber, Sie arbeiten seit 2009 bei der memo AG, einem Versandhandel, der nachhaltige Alltagsprodukte verkauft, aber auch rundum nachhaltig handelt. Mittlerweile leiten Sie dort die Unternehmenskommunikation. Wie hat Sie die Arbeit in einem nachhaltigen Unternehmen im Laufe der Zeit beeinflusst oder auch verändert?

Manchmal sage ich scherzhaft, dass mich meine Arbeit im Laufe der Zeit zu einem „Öko-Fundi“ gemacht hat. Was ich früher als ganz normal empfunden oder mir einfach keine Gedanken gemacht habe, hinterfrage ich heute sehr oft. Das fängt an beim Kauf von bestimmten Produkten für den Alltag wie Lebensmittel oder Bekleidung: Wo sind die Produkte hergestellt? Welches Unternehmen steht dahinter? Wie wirken sich die Produkte auf Umwelt, Klima und Gesundheit aus? Wie sieht es mit dem Ressourcenverbrauch aus? Durch meine Erfahrungen und das Wissen, das ich in den letzten Jahren gesammelt habe, kaufe ich mittlerweile sehr viel bewusster ein, verzichte auch einmal an der ein oder anderen Stelle und versuche einfach, mich nachhaltiger zu verhalten und z.B. öfter zu Fuß zu gehen oder das Fahrrad zu nehmen.

An welchen Stellen tun Sie sich noch schwer?

Nach wie vor setze ich mich aus Bequemlichkeit noch viel zu oft ins Auto anstatt zu Fuß zu gehen. Und ich überlege schon lange, zu einer nachhaltigen Bank zu wechseln, schiebe es aber immer wieder auf.

Welche Tipps haben Sie für mehr Nachhaltigkeit im Alltag? Was kann jeder Mensch tun, um seinen Alltag bewusster und nachhaltiger zu gestalten?

Eigentlich ist es ganz einfach. Am Anfang sollte man sich bewusst machen, was man kauft und an welchen Stellen man sich nicht gerade nachhaltig verhält. Die Dinge, die am leichtesten zu verändern waren, bin ich zuerst angegangen, und es kam dann ganz von selbst, auch die etwas größeren Dinge, z.B. den Kauf herkömmlicher Bekleidung weitestgehend zu vermeiden, anzugehen. Ein bisschen Information und Hintergrundwissen gehört allerdings schon dazu. Wer sich regelmäßig über entsprechende Plattformen, z.B. Utopia, informiert, findet automatisch Anregungen zu einem bewussteren Leben und seinen ganz eigenen Weg.

Welche aktuellen Debatten, Tatsachen, Maßnahmen, etc. machen Ihnen Freude?

Zu meiner Tätigkeit in der Unternehmenskommunikation gehört auch der Bereich Kooperationen. Damit bin ich der Ansprechpartner für alle nachhaltigen Projekte und Initiativen, die mit der memo AG zusammen arbeiten möchten. Fast täglich bekomme ich Informationen zu tollen Projekten von Menschen, die sich engagieren und diese Welt zu einem besseren Ort machen möchten. Das macht oft Freude, obwohl wir natürlich leider nicht jedes gute Projekt unterstützen können.

Und was macht Ihnen Sorge?

Wie sorglos und ignorant mit dem Zustand unseres Planeten und mit der Armut vieler Menschen im In- und Ausland umgegangen wird! Das fängt damit an, dass es bei uns noch viel zu viele Menschen gibt, die sich nicht bewusst sind oder nicht sein wollen, dass z.B. der Kauf von „Wegwerf-Kleidung“ massive Auswirkungen auf andere Menschen in anderen Ländern hat. Es geht weiter über die Tatsache, wie einfach die neue Regierung die vereinbarten Klimaziele über Bord geworfen hat. Vielleicht haben sie den Eindruck, dass das Thema der Mehrheit in Deutschland nicht wichtig ist, aber sie spielen damit mit unserer Zukunft und der der nachfolgenden Generationen. Das macht mich wütend. Und dann sind da natürlich noch Figuren wie Trump, Putin, Erdogan oder Orbán …

Haben Sie eine „Vision“ für eine bessere Welt?

Ich hätte da zumindest eine Idee, die vielleicht vermessen klingt und etwas unrealistisch ist, meiner Meinung nach aber zumindest hier in Deutschland viel bewirken könnte:  Ich würde den Solidaritätszuschlag nicht abschaffen, sondern ihn zweckgebunden für rein gesellschaftlich relevante Bereiche verwenden. Das könnte z.B. sein, Nachhaltigkeit nicht nur punktuell, sondern generell bereits in die Vorschul- und Schulbildung zu integrieren, für den Ausbau nachhaltiger Verkehrs- und Mobilitätskonzepte verwendet werden oder zur gezielten Förderung innovativer und effektiver Konzepte zum Umwelt- und Klimaschutz. Kontrolliert werden könnte der Einsatz dann z.B. vom Bundesrechnungshof, der die Ergebnisse dann jährlich an die Öffentlichkeit weitergibt.

Inwiefern muss sich die Nachhaltigkeitskommunikation ändern, um die Menschen wirklich im Herzen zu erreichen?

Nachhaltigkeitskommunikation in Form von Nachhaltigkeitsberichterstattung ist wichtig. Diese Form ermöglicht die annähernde Vergleichbarkeit von Unternehmen und Organisationen in ihren nachhaltigen Leistungen und Maßnahmen. Allerdings ist sie aufgrund der sehr sachlichen und häufig wissenschaftlichen Grundlagen doch für die meisten Menschen auch sehr unverständlich.

Außerhalb dieser Berichterstattung muss die Nachhaltigkeitskommunikation näher an den Menschen heranrücken, Nachhaltigkeit einfach erklärt und verständlich sein. Gerade in der Kommunikation von ökologisch und sozial verträglichen Produkten ist es wichtig, dem Verbraucher zu erklären, warum dieses Produkt besser als ein herkömmliches ist. Wenn es um unabhängige und zuverlässige Umweltzeichen und Labels geht, ist es gerade eben wichtig, deutlich zu machen, warum sie sich von „hausgemachten“, unternehmenseigenen Labels, die meist nur „Greenwashing“ sind, unterscheiden.

Und letztlich muss auch die Nachhaltigkeitskommunikation wieder zu einem unabhängigen, zuverlässigen und vertrauenswürdigen Journalismus zurückkehren. Es gibt auch in diesem Bereich zu viele Medien, die nur gegen Bezahlung die reinen Pressemeldungen abdrucken. Für den Leser wäre allerdings ein gut recherchierter und mit weiteren Informationen angereicherter Bericht weitaus hilfreicher und zielführender. Die Berichterstattung darf dann auch nicht mit dem „erhobenen Zeigefinger“ daherkommen, sondern mit guten Argumenten arbeiten und Überzeugungsarbeit leisten. Ich weiß, dass das aufgrund personeller und finanzieller Schwachstellen oft schwierig ist – dennoch macht alles andere wenig Sinn.

Das Interview führte Dr. Alexandra Hildebrandt

Quelle: https://www.huffingtonpost.de/entry/was-jeder-tun-kann-um-seinen-alltag-bewusster-und_de_5aba67bae4b0cde6b4f23cfc (28.3.2018)
 

Claudia Silber: Die memo AG: Bewusst Leben und Nachhaltig Arbeiten

Die Symbiose von ökologischem und sozialem Engagement mit ehrgeizigen betriebswirtschaftlichen Zielen und qualitativ hochwertigen Produkten: So ließe sich der Leitgedanke von Jürgen Schmidt beschreiben, als er 1989 in Würzburg zusammen mit Ulrike Wolf, Helmut Kraiß und Thomas Wolf, die noch heute im Vorstand des Unternehmens tätig sind,  memo gründet: ein Versandhaus für gewerbliche Kunden mit einem Komplettsortiment an umweltverträglichen Büroartikeln zu marktgerechten Preisen. Inzwischen beliefert memo ca. 76.000 Gewerbe- und Privatkunden mit rund 20.000 nachhaltigen Alltagsprodukten für’s Büro und für zu Hause.

Anfangs richtete sich der Großhandel und das darauf begründete Versandhaus nur an Gewerbetreibende. Seit 2004 können auch Privatkunden bei memo bestellen – seit 2015 über einen eigenen Onlineshop unter www.memolife.de und einen eigenen memolife Katalog. Im Jahr 2006 wurde das in Eigenregie entwickelte Markensortiment erstmals auf der „BioFach“ in Nürnberg, der Weltleitmesse für Bio-Lebensmittel und ökologische Konsumgüter, präsentiert. Heute sind die über 1.000 memo Markenprodukte - vom Recycling-Taschentuch über Buntstifte aus nachhaltiger Forstwirtschaft, Wasch- und Reinigungsmittel auf Basis von Seifenkraut bis zum T-Shirt aus Bio-Baumwolle nach GOTS und Fairtrade zertifiziert - direkt, im deutschen Bio-Fachhandel und europaweit über ein Netz von Distributoren und Großhändlern erhältlich.

Jeder Artikel im Sortiment wird vor der Listung nach strengen Umwelt- und Sozialkriterien sorgfältig geprüft. Aber auch Qualität, Gebrauchstauglichkeit und Preis sind ausschlaggebend. Nur so kann erreicht werden, dass Kunden bei memo die jeweils beste Alternative eines Produktbereiches finden. Diesem hohen Anspruch wird das Unternehmen auch in allen anderen Bereichen gerecht: Ob Logistik, Standort- und Personalmanagement, Partnerschaften oder Kooperationen – jede strategische, aber auch jede Einzelmaßnahme im Unternehmen basiert auf den Prinzipien der Nachhaltigkeit.

Die Mitarbeiter sind das höchste Gut

Flache Hierarchien und ein offener Umgang untereinander sind bei der memo AG selbstverständlich – und dabei eine große Herausforderung für die Mitarbeiter: Die hohe Transparenz aller Geschäftsprozesse verlangt von jedem Einzelnen (von den Führungskräften bis hin zu den Fachkräften in der Logistik) deutlich mehr Verantwortung, als dies in anderen Betrieben üblich ist. Jeder Festangestellte hat beispielsweise Zugang zu allen Unternehmenszahlen, sämtlichen Auftrags- und Rechnungsumsätzen, Einkaufspreisen und Handelsspannen sowie zu den kompletten statistischen und betriebswirtschaftlichen Auswertungen. Der Vorstand präsentiert und kommentiert auf regelmäßigen Personalversammlungen die Quartalsbilanzen, die Geschäftsentwicklung und die kurz- und langfristigen Planungen und Ziele des Unternehmens.

memo investiert kontinuierlich in Ausbildung, Fortbildung und interne Schulungen. Pro Jahr bietet das Unternehmen durchschnittlich sechs jungen Menschen einen Ausbildungsplatz in sieben kaufmännischen und zwei gewerblichen Ausbildungsberufen.

Alle unbefristet beschäftigten Mitarbeiter sind über die memo Mitarbeiter-Beteiligungsgesellschaft am Unternehmen beteiligt. Sie erhalten jährlich eine gewinnabhängige Ausschüttung auf ein stilles Gesellschafterkonto und eine Option, ihr Guthaben später in Vorzugsaktien umzuwandeln. Zudem wird für alle Mitarbeiter ab dem zweiten Jahr der Betriebszugehörigkeit eine Direktversicherung abgeschlossen -  natürlich auf Basis eines ökologisch orientierten Aktienfonds.

Die niedrige Fluktuationsquote bestätigt, dass die internen Maßnahmen zur Förderung der Mitarbeiterzufriedenheit greifen. Knapp 40 Prozent der Mitarbeiter bei der memo AG sind bereits seit mehr als zehn Jahren im Unternehmen beschäftigt. Die Investitionen in die Mitarbeiter rechnen sich auch wirtschaftlich und sind zusätzlich ein unschätzbarer Wettbewerbsvorteil. Durch nichts zu ersetzen sind die Erfahrung und die Kenntnisse zu vielfältigen ökologischen und sozialen Themen, die sich nicht nur bei der Sortimentsgestaltung, sondern auch bei der Beratung und Betreuung der Kunden zu Produkten und Dienstleistungen bezahlt machen.

Auch das betriebliche Gesundheitsmanagement für die memo Mitarbeiter zahlt in dieses System ein. Neben der ständigen Optimierung der Arbeitsplätze hinsichtlich Ergonomie und Gesundheitsschutz bietet die memo AG ihren Mitarbeitern Informationsveranstaltungen, Gesundheitskurse und Vorsorgeuntersuchungen an. Eine niedrige  Krankheitsquote bestätigt den Erfolg dieser Maßnahmen.

Ein Arbeitsplatz zum Wohlfühlen

Seit 1995 sitzt die memo AG buchstäblich auf der „grünen Wiese“ in Greußenheim: Das Grundstück grenzt direkt an ein Biotop, das den Namen für die Firmenadresse liefert.

Das „Zuhause“ der memo AG wurde nach gesundheitlichen und ökologischen Erkenntnissen gebaut und verfügt über eine getrennte Brauchwasser-Anlage und ein Gründach. Die Räume sind mit Oberlichtern und großen Fensterflächen ausgestattet. Im ganzen Haus wurden statt PVC-Rohren Gussrohre verlegt, auf Mineralfaser-Dämmstoffe wurde verzichtet - stattdessen kommen für die Bürowände recycelte Papierfasern zum Einsatz. Die Fenster sind aus heimischen Hölzern gefertigt, die atmenden Parkettböden mit Wachs behandelt. Für die Wände wurden Naturfarben verwendet.

Sämtliche Büros sind mit ergonomischen Naturholzmöbeln aus dem Sortiment von memo und speziell ausgesuchten Pflanzen ausgestattet, die nicht nur das Arbeitsumfeld verschönern, sondern auch das Raumklima verbessern. Für die Pausen stehen den Mitarbeitern ein attraktiver Cafeteria-Bereich mit Terrasse und ein Naturgarten zur Verfügung. So schafft die memo AG mitten im Grünen eine optimale und motivierende Arbeitsumgebung für alle Mitarbeiter.

Seit Ende 2006 erfolgt die Raumwärme-Erzeugung über eine firmeneigene Holz-Hackschnitzel-Heizanlage. Durch deren Inbetriebnahme konnten die CO2-Emissionen der memo AG um über 60 Prozent reduziert werden. Die unvermeidlichen Restemissionen werden berechnet und durch Investitionen in anerkannte, ökologisch sinnvolle Klimaschutzprojekte kompensiert.

Ausgesuchtes Sortiment

Das Sortiment von memo ist nach den strengen Kriterien der Nachhaltigkeit zusammengestellt. Ziel des Unternehmens ist es, dem Verbraucher die aufwändige Recherche nach ökologischen und sozial verträglichen Alltagsprodukten mit langlebiger Qualität und gutem Preis-Leistungsverhältnis abzunehmen, um ihm einen strategischen Konsum und einen bewussten Alltag zu erleichtern.

In Zusammenarbeit mit den Produktmanagern des Hauses entstanden die „memo Beschaffungskriterien“, ein umfassender und detaillierter Fragebogen, der bei der Produktrecherche als Leitfaden dient. Geprüft werden die Gesundheits- und Umweltverträglichkeit der Produkte während der gesamten Wertschöpfungskette - von der Rohstoffgewinnung über das Herstellungsverfahren, den Vertrieb und Gebrauch bis zum Recycling bzw. der Entsorgung. Aber auch die Gebrauchstauglichkeit und das Preis-Leistungsverhältnis sind wichtige Kriterien für die Aufnahme ins Sortiment: Große Mengen und damit spürbare Umweltauswirkungen werden nur erzielt, wenn sich ein Produkt auch für den Verbraucher rechnet. Und nicht zuletzt müssen auch soziale Kriterien – eine sozialverträgliche Herstellung und fairer Handel - erfüllt sein.

Gibt es für nachgefragte Ware keinen geeigneten Lieferanten, greift memo mitunter selbst in die Produktentwicklung ein. Über 1.000 Artikel tragen heute den Namen memo. So zum Beispiel die Wasch- und Reinigungsmittelserie „Eco Saponine“ aus Seifenkraut. Das memo Waschmittel ist mittlerweile nach den strengen Kriterien des Nature Care Product-Standard (NCP) zertifiziert und in einer Flasche aus 100 Prozent Recyclingkunststoff erhältlich.

Bei der Beurteilung stützen sich die Produktmanager auf unabhängige Qualitäts- und Umwelt-Zertifizierungen, wie etwa die ISO Normen 9001/14001 für Qualität und Umwelt oder EMAS und SA8000 für den Sozialbereich. Zudem werden die Bewertungen unabhängiger Testzeitschriften wie „ÖkoTest“ oder „Stiftung Warentest“ hinzugezogen. Anerkannte Umweltzeichen – beispielsweise der Blaue Engel - sind weitere wichtige Orientierungshilfen bei der Auswahl.

Konsequent ökologisch

Mit jedem Paket, das das Lager in Greußenheim verlässt, leistet die memo AG einen Beitrag zum Umwelt- und Klimaschutz: Die Produkte erfüllen die anspruchsvollen ökologischen, sozialen und ökonomischen Kriterien der Nachhaltigkeit - die Lieferung erfolgt klimaneutral. Damit dem Kunden die Entscheidung für ökologisch und sozial einwandfreie Alternativen möglichst leicht fällt, gehören marktgerechte Verkaufspreise ebenso zur Unternehmensphilosophie des Versandhauses wie ein leistungsstarker Service, Zuverlässigkeit und hohe Liefertreue.

1992 wird ein spezielles Rücknahmesystem - die  memo „Wertstoff-Box“ - entwickelt, um dem Anspruch auf möglichst geringe Schadstoffbelastung bei Herstellung, Gebrauch und Entsorgung aller Produkte gerecht zu werden. Das Sammelsystem ermöglicht es dem Kunden, verbrauchte Produkte, wiederverwertbare Tonermodule oder Inkjet-Druckköpfe, alte CDs und DVDs oder Schreibgeräte zurückzusenden und so dem Wertstoffkreislauf wieder zuzuführen.

1998 folgt ein Mehrwegsystem der Deutschen Post AG, die „Postbox“, das memo als Pilotpartner in der Versandlogistik einsetzt. Der Einsatz der stabilen, ständig wiederverwendbaren Behälter aus recyclingfähigem Polypropylen ersetzt das Wegwerfprodukt Karton. Als die Post das System 2008 wegen zu großem Schwund einstellen muss, entwickelt memo auf Basis der praxiserprobten Behälter ein eigenes Mehrweg-Versandsystem, die „memo Box", die seitdem jedes Jahr mehrere Tonnen Kartonagenabfall einspart. Mittlerweile werden die Behälter aus Recyclingkunststoff hergestellt, wodurch die Treibhausgasemissionen bei der Herstellung um bis zu 30 Prozent verringert werden.

Aber auch alle internen Prozesse werden auf ihre (ökologische) Wirtschaftlichkeit hin optimiert. So wird z.B. für den internen Bedarf und jegliche Geschäftskorrespondenz ausschließlich 100 Prozent Recyclingpapier mit dem Blauen Engel verwendet, um die wertvolle Ressource Holz weitestgehend zu schonen.

Ausgezeichnetes Engagement

Die Leistungen und der Einsatz zugunsten Mensch, Umwelt und Klima der memo AG wurden bereits vielfach ausgezeichnet:

2009 erhält die memo AG den Deutschen Nachhaltigkeitspreis als „Deutschlands recyclingpapierfreundlichstes Unternehmen“ und zählt zu den Top 3 „Deutschlands nachhaltigster Unternehmen“ sowie zu den Top 3 Unternehmen mit „Deutschlands nachhaltigstem Recycling“.

Im Oktober 2010 zeichnet die Verbraucher Initiative e.V. die memo AG als einziges Unternehmen als „Nachhaltiges Einzelhandelsunternehmen 2010“ in Gold aus.

Im März 2012 erhält die memo AG vom WWF die Auszeichnung als „Best Practice“-Unternehmen aufgrund ihres verantwortungsvollen Umgangs mit den Ressourcen Holz und Papier.

Im November des gleichen Jahres wird die memo AG innerhalb von nur wenigen Tagen mit gleich zwei Nachhaltigkeitspreisen ausgezeichnet: Als Vorreiter in Sachen Nachhaltigkeit erhält das Unternehmen den Utopia Award als „Changemaker des Jahres". Weiterhin geht der erstmalig ausgelobte Nachhaltigkeitspreis Mainfranken in der Kategorie „51-250 Mitarbeiter“ an die memo AG als Arbeitgeber, der nachhaltiges Wirtschaften in der Region vorbildlich vorlebt.

Anfang 2013 belegt das Unternehmen den 1. Platz des Alternativen Gesundheitspreises 2012 der BKK advita. Mit diesem Preis zeichnet die Krankenkasse erstmals kleine und mittelständische Unternehmen mit bis zu 300 Beschäftigten aus, die sich für eine nachhaltige betriebliche Gesundheitsförderung einsetzen und gleichsam ökologische Aspekte berücksichtigen.

Im August 2015 wird die memo AG erneut als „Nachhaltiges Einzelhandelsunternehmen 2015“ in Gold von der Verbraucher Initiative e.V. ausgezeichnet.

Anfang Dezember folgt nach 2012 bereits zum zweiten Mal die Auszeichnung mit dem Nachhaltigkeitspreis Mainfranken 2015 in der Kategorie „51 – 250 Mitarbeiter“, verliehen von der Region Mainfranken GmbH. Die memo AG geht als „Arbeitgeber in Sachen nachhaltiges Wirtschaften mit gutem Beispiel in der Region voran“.

2017 erhält die memo AG von den Bundesvereinigungen Logistik (BVL) Österreich und Deutschland den Nachhaltigkeitspreis Logistik 2017. Das Unternehmen wird für seinen ganzheitlichen Ansatz der Unternehmensführung und speziell für seine nachhaltige Logistik ausgezeichnet.

(Stand: 5.4.2018)