Erwin Metzger

Erwin Metzger, Jahrgang 1960, verheiratet. Nach Schule, 2 Berufsausbildungen und Fachabitur absolvierte er die Weiterbildung zum Industriefachwirt an der IHK-Rheinhessen. In den ersten Berufsjahren im Vertrieb tätig, leitete er nach der erfolgreichen Weiterbildung die neu gegründete Abteilung Materialwirtschaft bei der Pumpenfabrik Philipp Hilge GmbH. Fünf Jahre später übernahm er die Aufgabe als Teamleiter Einkauf, Logistik und ab 2006 zusätzlich den Bereich Facility-Management bei der Rohde & Schwarz GmbH & Co KG, Werk Köln. Das Thema CSR- und Nachhaltigkeitsmanagement begleitet ihn seit mehr als 20 Jahren in den unterschiedlichen Funktionen seiner beruflichen Laufbahn. Im Jahre 2015 legte er die Prüfung zum zertifizierten CSR-Manager an der IHK-Bonn ab und ist seitdem selbstständig in den Bereichen Einkauf und Nachhaltigkeitsmanagement tätig. Als CSR-Experte, zertifizierter Nachhaltigkeitsauditor, N-Kompass Berater, DNK-Schulungspartner sowie als Projektmanager ist er bundesweit tätig um seinen Kunden praxisorientierte Impulse für eine nachhaltige Unternehmensstrategie zu geben.
Von der Analyse bis zur Umsetzung.

Weitere Informationen unter: www.csr-supply-consult.com


Nachhaltigkeit - geht jeden an!

Nachhaltigkeit ist ein Wandlungsprozess, der in allen seinen Ausprägungen und Bereichen  zwangsläufig im Kopf beginnen muss. Nachhaltigkeit ist nicht auf Privat- oder Berufsleben, auf Privatpersonen oder Organisationen beschränkt.

Nachhaltigkeit bedeutet ganzheitliche Herangehensweisen zu entwickeln, in das alltägliche Leben zu integrieren und so in seiner Gesamtheit die Basis zu schaffen, die es den lebenden und den kommenden Generationen ermöglicht ihre Bedürfnisse zu befriedigen.

Dies ist die Herausforderung und Chance, dem sich jede Person und jede Organisation stellen muss.

Und genau wie der weltweite Wunsch der Menschen ein Leben in Frieden ist, wird auch eine nachhaltige Lebensweise von keinem Menschen verneint. Aber wie mit dem Frieden auf der Welt, so ist auch das Thema Nachhaltigkeit nur dann von Erfolg gekrönt, wenn es den Menschen zu Bewusstsein gebracht wird und Egoismen überwunden werden. Die Chance besteht auch darin, unsere gespaltene Gesellschaft ein Stück weit wieder zu einen.

Nachhaltigkeit – in der Wirtschaft?

Mittlerweile haben die meisten Großunternehmen das Thema Nachhaltigkeit für sich entdeckt. Das ist auf der einen Seite natürlich sehr begrüßenswert, andererseits ist es auch problematisch, weil einige Branchen, ob zu Recht oder zu Unrecht, nicht gerade das größte Vertrauen in der Gesellschaft genießen und damit auch zum Teil unglaubwürdig wirken. Negativbeispiele gibt es ja leider zur Genüge.  Nachhaltigkeit ist eben mehr als nur eine Marketingstrategie. Dies zeigt aber auch die ganze Problematik dieses umfassenden, ganzheitlichen Themas auf. Die Großkonzerne können die Gesamtheit ihrer Aktivitäten und die ihrer Akteure nicht immer vollständig übersehen. Gerade deswegen sollten die positiven Ansätze und Aktivitäten auch von den Verbrauchern unterstützt werden.

Hierin liegt aber auch die Chance für die kleinen und mittleren Unternehmen. Mit ihrer Nähe zum Verbraucher, ihrer lokalen und oft auch familiären Präsenz sind sie viel eher in der Lage die Menschen auf dem Weg der Nachhaltigkeit mitzunehmen.

Hinzu kommt das hohe Ansehen als ehrbarer Kaufmann, das große Verantwortungsbewusstsein gegenüber den Mitarbeitern und deren Familien. Nicht zuletzt spielt auch das lokale, gesellschaftliche Engagement und natürlich das mehrere Generationen lange Bestehen des Familienunternehmens eine große Rolle.

Sie taugen also viel besser dazu, die Botschaft zu verbreiten.

Statt diese Chance  zu nutzen und den Vorsprung auszubauen wird oft, noch viel zu oft, genau wegen der oben genannten Vorteile die Chance vertan. Man zieht sich auf das Erreichte zurück, weil man glaubt, das Thema Nachhaltigkeit schon zu leben.
 
Dabei gilt auch und gerade beim Thema Nachhaltigkeit, dass das Ganze mehr ist als die Summe seiner Einzelteile.

Die Einzelaktivitäten brauchen einen Anker, das Nachhaltigkeitsmanagement, mit dessen Hilfe eine individuelle Unternehmensstrategie entwickelt werden kann, die das gesamte Engagement zum integralen Bestandteil des Kerngeschäftes werden lässt. Sie bringt das Unternehmen in ein ökonomisches, soziales und ökologisches Gleichgewicht. So wird die Zukunft des Unternehmens Schritt für Schritt gesichert, indem es Vertrauen schafft und die Erwartung aller Stakeholder erfüllt.

Ab 2017 wird die Nachhaltigkeitsberichterstattung, wenn auch nur für einige größere Unternehmen, verpflichtend. Mit dem in Kraft treten dieser EU-Richtlinie wird jedoch eine neue Dimension in der Corporate Social Responsibility eingeläutet. Zum ersten Mal wird der Boden der Freiwilligkeit verlassen. Es ist wahrscheinlich, dass die Berichtspflicht über kurz oder lang auf KMUs ausgeweitet wird.  Wer sich bis dahin bereits mit dem Thema befasst hat, wird keinen nennenswerten personellen und finanziellen Mehraufwand haben. Ganz abgesehen davon sind es in vielen Fällen die Investoren, die auf nachhaltige Unternehmen setzen.

Wichtig ist es, sich auf den Weg zu machen, mit Überzeugung und Offenheit für neue, auch ungewöhnliche Ideen.

Stand: November 2016