Gordon Weuste

Gordon Weuste, Jg. 1991, studierte BWL an der Universität Mannheim und schrieb seine Bachelorarbeit zum Thema „Rechtsformen im (semi-)professionellen Sport“. Als eh. Leistungssportler erreichte er die K.O.-Runde der Deutschen Jugendhandballmeisterschaft 2007 mit dem VFL Gummersbach.

Nach dem Abitur unterstützte er ein internationales Projekt bei der Rugby-WM 2011 in Neuseeland. Ziel des Projekts war es, das drittgrößte Sportevent der Welt zu nutzen, um auch einen sozialen Mehrwert zu schaffen.

Diese Kombination aus Sport, Wirtschaft und gesellschaftlichem Einfluss faszinierte ihn fortan.

Auf Basis seines konzeptionellen Know-hows aus diversen Praktika (z.B. Lufthansa, Kienbaum oder TSG 1899 Hoffenheim) und seiner Erfahrungen aus seinem ausgeprägten sozialen Engagement (Projekt „Firmenkeks“ mit der Lebenshilfe Mannheim, Mentor eines irakischen Kindes im sozialen Brennpunkt, Organisation von Kindersommercamps), erarbeitete er erfolgreiche CSR Konzepte, wie für die Lufthansa oder die IHK Rhein-Neckar.

Derzeit arbeitet er als Unternehmensberater bei Deloitte, um sich persönlich und fachlich weiterzuentwickeln. Zudem möchte er auch dort bei den vielseitigen Themen unterschiedlichster Kunden nachhaltige Lösungsansätze einbringen und umsetzen."

 

Worten müssen Taten folgen - der talentierte Sport und seine gesellschaftliche Verantwortung

 

„Wir sollten, wir könnten, wir müssten“:  Strategische und konzeptionelle Überlegungen und eine theoretische Fundierung für eine strukturierte Herangehensweise bei Projekten zur Lösung gesellschaftlicher Probleme sind sicherlich wichtige Bestandteile und klingen sinnvoll.

Dazu gehört vor allem auch die Auswahl eines geschickten Mediums zur effektiven Kommunikation und gezielten Beeinflussung der gesellschaftlichen Problembereiche.

Mit dem Sport ist das wohl ideale Medium schnell identifiziert. Der immense gesellschaftliche Stellenwert des Sports, gerade im Fußball, fand in Deutschland beim verdienten Gewinn der Weltmeisterschaft 2014 wohl seinen beeindruckenden Höhepunkt.

Der Sport ist aber viel mehr als ein mediales Massenphänomen oder ein schlichter Überbegriff für körperliche Betätigungen, sei es im Rahmen eines Wettbewerbs oder aus gesundheitlichen Gründen.

Der Sport macht keine Herkunftsunterschiede, überbrückt soziale Schichten, verbindet Alt und Jung,  verdeutlicht den Teamgedanken sowie die Wichtigkeit von Disziplin und Hingabe, ist emotional bewegend und lehrt uns sogar wesentliche Dinge des Lebens wie Respekt, Fairness und Vergebung  – bei Sieg oder Niederlage.

Der Sport ist also einzigartig und vielschichtig talentiert. Der Sport als großes Talent muss gefördert werden,  mutige Schritte wagen und versuchen Fehler zu vermeiden. Talente haben zudem eine große Verantwortung aus ihrem Potenzial auch etwas zu machen, sich zu einem Profi zu entwickeln und schließlich auch die Rolle als Vorbild wahrzunehmen.

Ich bin dafür bereit, meine Energie, Zeit, Begabungen, Kompetenzen, Integrität und Faszination für den Sport einzubringen, um dieses enorme Potenzial des Sports weiterzubringen, damit er sich als Profi zu einer tragenden Rolle entwickelt, um vielschichtige gesellschaftliche Probleme zu lösen.

Dabei ist es von zentraler Wichtigkeit, dass wir die Probleme mithilfe des Sports auch wirklich angehen und dabei den praktischen Teil in den Vordergrund stellen, denn ohne diesen würde sich nichts ändern.
Ein Kind, verunsichert durch familiäre Probleme, ohne Selbstvertrauen und ohne gesellschaftlichen Anschluss wird lange darauf warten müssen, bis es auf die tolle Möglichkeit des lokalen Sportvereins zum attraktiven Kindersportprogramm aufmerksam gemacht wird wenn es keine Menschen gibt, die mit offenen Augen durch den Alltag gehen und das Kind dazu einladen und ermutigen mitzumachen.

Jeder kann also Teil davon sein, den talentierten Sport in Sachen gesellschaftlicher Verantwortung zu einem Vollprofi zu machen. Dafür muss man weder Akademiker, mehrfach ausgezeichneter CSR- Sportexperte oder Sportprofi sein. Wobei gerade letzterer aufgrund seiner enormen öffentlichen Präsenz einer besonderen Verantwortung unterliegt.

Letztendlich hängt es davon ab, ob wir wirklich praktisch aktiv werden, Chancen sehen und wahrnehmen und ob auch unser persönliches Leben eine positive Inspiration und Hilfe für unsere Mitmenschen ist.

Stand: September 2014