Horst Schroth

Horst Schroth, Jahrgang 1948, ist ein deutscher Kabarettist, Autor und Schauspieler. Er studierte Betriebswirtschaftslehre, Geschichte und Sozialwissenschaften. Während des Studiums arbeitete er bereits als Regieassistent am Theater, später auch als Schauspieler. Mitte der 1970er-Jahre gründete er zusammen mit Michael Batz in Hamburg die Freie Theatergruppe „Theater zwischen Tür und Angel“. Es folgten zahlreiche Produktionen im Bereich des Straßentheaters und Kindertheaters. Ab Mitte der 1980er-Jahre wandte er sich dem Kabarett zu. Zunächst zusammen mit Achim Konejung und Michael Batz entstanden Programme wie Die Volkszählungsrevue (1983 und noch einmal 1987) und Sex Total (ebenfalls 1987). Ab 1989 arbeitete das Duo Schroth und Konejung zusammen. 1989 hatte die ProduktionGnadenlos deutsch Premiere. Dafür konnte das Duo im Jahr 1990 den renommierten „Deutschen Kleinkunstpreis“ entgegennehmen. Es folgten die Produktion Alles meins! und die legendären Kabarettprojekte Reichspolterabend (1990, 1992 und 1994). 1994 präsentierte Schroth sein erstes Soloprogramm Null Fehler - Herr Laux versteht die Welt nicht mehr, gefolgt von Scharf auf arakiri (1996), Herrenabend(1998), Katerfrühstück (2002), Nur die Größe zählt (2005), Wenn Frauen fragen – Das Beste aus 10 Jahren (2008) und Grün vor Neid(2008). Seit August 2011 ist Horst Schroth mit seinem aktuellen Programm Was weg ist, ist weg auf Tour. Sein nächstes Programm wird den Titel Null Fehler - Das Comebacks des Lehrers Laux tragen. Mit Wenn Frauen fragen ist er seit 2008 parallel mit dem jeweils aktuellen Programm auf Tour. Im Jahr 2000 erhielt Schroth erneut den „Deutschen Kleinkunstpreis“. In den Jahren 2004 und 2005 spielte er die Hauptrolle des Paul Wagner in der ZDF-Familien-Serie Halt durch, Paul und ebenso in der Fortsetzung der Serie unter dem Titel Papa ist der Boss. Ehrenamtlich arbeitet Horst Schroth für die Hilfsorganisation CARE Deutschland-Luxemburg und ist Mitglied des Kuratoriums von CARE. Schroth lebt in Ahrensburg in der Nähe von Hamburg, zusammen mit seiner Frau und zwei Hunden.

Weitere Informationen:
http://www.horstschroth.de
http://bbbsd.de/

 

Weshalb ich mich für Big Brothers Big Sisters engagiere

Big Brothers Big Sisters ist das weltweit erfolgreichste ehrenamtliche Mentorenprogramm zur individuellen Förderung von Kindern und Jugendlichen. 1904 in den USA gegründet, seit 2007 in Deutschland, mittlerweile in sechs Regionen vor Ort. Kinder brauchen Menschen, die ihnen zuhören, ihnen Anregungen geben und sie ermutigen. Es ist bemerkenswert und fordert unsere Unterstützung, wenn ehrenamtliche Mentorinnen und Mentoren mit Kindern zusammen arbeiten, die aus den unterschiedlichsten Lebensverhältnissen kommen. Big Brothers Big Sisters Deutschland hat mich überzeugt, weil das Programm hohen, international bewährten Qualitätsstandards unterliegt, die von speziell qualifizierten, hauptamtlichen Mitarbeitern umgesetzt werden. Dabei wird viel Sorgfalt darauf verwendet, dass die Mentoren und Kinder hinsichtlich ihrer Interessen idealzueinander passen. So individuell jedes Tandem ist, so spezifisch sind deshalb auch die Entwicklungen im Tandem. Geht es bei einem Mentee eher um Stärkung des Selbstbewusstseins, braucht ein anderes Kind Unterstützung bei der Verbesserung der Sprachkompetenz. Ein oder mehrere Tandemziele werden in einem individuellen Bildungsplan zusammengestellt und mit dem Mentor und der Familie besprochen. Wie ein roter Faden dient dies den Mentoren der Orientierung bei ihrer ehrenamtlichen Tätigkeit im Tandem und hilft, die Stärken eines jeden Kindes zu erkennen und zu fördern.

Auch nach dem ersten Treffen zwischen Kind und MentorIn hält unser Mentoring-Team regelmäßig Kontakt zu Mentor, Kind und seinen Eltern, damit sichergestellt ist, dass das Mentoring für alle Beteiligten ein Gewinn ist. Die Mentoren dokumentieren die Erfahrungen und Entwicklungen des Mentees in einem monatlichen Tagebuch. Dies bietet eine gute Grundlage für die telefonische, persönliche Beratung und hilft, gemeinsam Lösungen für konkrete Fragen zu entwickeln. Für die Arbeit von Big Brothers Big Sisters ist es von besonderer Bedeutung, regional vor Ort engagiert zu sein. Nach dem Start 2007 wurde das Programm daher stetig ausgebaut. Aktive Regionalbüros finden sich derzeit in Ruhrgebiet, Rhein-Main,Hamburg, Rhein-Neckar, München undStuttgart.

Gern war ich Ideengeber zur folgenden Tandemveranstaltung: Hamburger Tandems besuchten das Feuerwehrinformationszentrum am Berliner Tor und lernten, wie man sich im Notfall bestmöglich verhält und wie facettenreich der Beruf eines Feuerwehrmanns in der Praxis ist.

Mentees schlüpften in die Schutzkleidung der Feuerwehr, allerdings nur für einen kurzen Moment, denn insgesamt bringt die komplette Ausrüstung 35 kg auf die Waage. Aber auch die unterschiedlichen Arten des Feuerlöschens, wichtige Informationen beim Absetzen eines Notrufs im Ernstfall und spannende Filme wie beispielsweise zur Technik eines Rauchmelders boten interessante Hintergrundinformationen. Andreas Paulsen von der Hamburger Feuerwehr folgten die Mentees in den Garagennachbau, um gespannt originale Brandexponate – wie einen verkohlten Herd, eine explodierte Gasflasche oder einen verschmorten Computer – aus nächster Nähe zu inspizieren. Anschließend wurde der kleine Raum erneut mit Theaternebel gefüllt, dieses Mal um den Tandems möglichst realistisch zu demonstrieren, worauf im Brandfall unbedingt zu achten ist, denn schon drei bis vier Atemzüge des giftigen Rauches können tödlich sein.