Iris Bermann

Iris Bermann, Jahrgang 1967, hat eine Praxis für Mediation, Kommunikation und Beratung. Sie begann 1983 ihre berufliche Laufbahn in der Pflege. 1990 schloss  sie ihre Ausbildung zur  staatlich anerkannten  examinierten Altenpflegerin ab. Sie arbeitete zunächst als stellvertretende Stationsleitung bei einem öffentlichen Träger, danach als Pflegedienstleitung in einem ambulanten Dienst. Um ihr Wissen auf dieser Ebene zu vertiefen, machte sie 1998 eine Weiterbildung zur zertifizierten Pflegedienstleitung  für den ambulanten Bereich. 2003 machte sie sich mit einem Seniorenservice selbständig. Sie ging zusätzlich 2005 als Honorardozentin an eine Fachschule für Altenpflege und unterrichtete dort u.a. die Fächer Ethik, Berufstypische Konflikte, Kommunikation als ethische Grundlage und Kultursensible Altenpflege. Berufsbegleitend machte sie 2007 – 2008 eine Ausbildung zur Mediatorin  auf Basis der „Gewaltfreien Kommunikation“ nach Dr. M.B. Rosenberg. Sie ist Mitglied im Bundesverband für Mediation. Angeregt durch einige Konflikte in der Berufsschule, in der sie als Dozentin tätig war, machte sie außerdem 2011 eine Weiterbildung zur Schulmediatorin und wurde dort auch als Mediatorin tätig. Für die Lösung internationaler und interkultureller Konflikte nahm sie 2014 an einer Weiterbildung für „Cross - Border - Mediation“ an der Mediationsakademie in Essen teil. 2013 bekam sie durch ein ESF - gefördertes Projekt die Möglichkeit, sich zur CSR - Managerin ausbilden zu lassen. Mit dem Hintergrund des neuen Fachwissens entstand die Idee, aktiv für Pflegeeinrichtungen tätig zu sein, u.a. mit der Zielsetzung, sich durch Beratung und Fortbildung auf allen Ebenen adäquat auf die Zeit des demographischen Wandels und des Fachkräftemangels vorbereiten zu können. Sie ist Mitglied im  Deutschen Berufsverband für Pflegeberufe (DBfK).
Weitere Informationen: www.iris-bermann.de

 

Wie Worte unser Leben verändern können

 

„Mit Worten alle(s) erreichen“ wurde nach meiner Ausbildung zur Mediatorin für mich zu einem wichtigen Leitsatz. Was macht das Leben eigentlich LEBENS-WERT? Gemeinschaft mit anderen? Anerkennung? Harmonie? Neue Ziele? Kinder? Partnerschaft? Das Miteinander in der Familie?

Durch Anwendung und Trainings der „ Gewaltfreien Kommunikation“ (Sprache des Herzens oder Einfühlsame Kommunikation) nach Dr. M. B. Rosenberg sowohl während als auch nach meiner Ausbildung zur Mediatorin und Schulmediatorin, wurde mir immer bewusster, welche Auswirkung Worte sowohl psychologisch als auch neurologisch haben.

Ein gutes und wertvolles Tätigkeitsfeld für Mediation und Kommunikation bot mir 2010 eine private Altenpflegeschule, in der ich als Honorardozentin unterrichtete. Der Geschäftsführer sah es als Imagegewinn, in der Schule eine eigene Mediatorin zu haben, die in der Lage ist, mit den verschiedenen Techniken der Konfliktlösung und einer wertfreien Einstellung Menschen gegenüber ein weitestgehend harmonisches Arbeitsumfeld zu schaffen. Die Schulleiterin stand des Öfteren vor Konflikten der Schüler und Dozenten. Sie sagte dann kurz und knapp: „ Zur „Giraffe“ geht es da lang.“

Mit der Giraffe meinte sie mich, denn Marshall Rosenberg benutzt die Giraffe als Pseudonym für eine „Gewaltfreie Kommunikation“, oder einfach: „Einfühlsame Kommunikation“. Sein Pseudonym für eine verletzende Sprache ist der Wolf.

Die Erfolge der Mediationen, die ich leiten und durchführen durfte, blieben nicht aus und das Training für „Einfühlsame Kommunikation“ bewirkte z.T. einen nachhaltigen Wandel. Immer wieder freue ich mich über ehemalige Auszubildende, die den Wert von  Worten, die u.a. die Gefühle und Bedürfnisse beschreiben, nachhaltig erkannt haben.

Was bewirkt der  bewusste Umgang mit Worten?

Unternehmen entdecken mehr und mehr, dass wertschätzende, zielorientierte Kommunikation und eine anerkennende Haltung Arbeitsabläufe positiv beeinflussen können. Die Krankenrate sinkt,  Fachkräfte bleiben den Unternehmen erhalten und werben neue Mitarbeiter an. Marktforschungen haben ergeben, dass Arbeitgeber Ihre Attraktivität erhöhten, indem Sie sich als verantwortungsvolles Unternehmen präsentieren konnten.

CSR (Unternehmensverantwortung, freiwillig und über das gesetzliche Maß hinaus,  in den Handlungsfeldern „ Markt“, „Umwelt“, „Mitarbeiter“ und „Gemeinwesen“) ist für mich ein wirkungsvolles Instrument.  Das Buch „Gung Ho“ von Ken Blanchard und Sheldon Bowles (eine wahre Geschichte aus der Wirtschaft) hat meine Erkenntnisse noch unterstrichen.

Vorwürfe oder Anklagen als unerfüllte Bedürfnisse erkennen

Alles könnte so einfach sein, wenn wir Menschen endlich verstehen würden, dass Konflikte immer eine Chance sind, etwas zu verändern und nicht zwangsläufig zum Untergang führen müssen! Wir bräuchten keine Mediationen, wenn wir in der Lage wären, unsere Worte gezielt und bewusst zu wählen, wenn wir wüssten, was Worte (besonders verletzende) auch neurologisch bewirken.

Einer meiner  Schwerpunkte  für Mediation und Kommunikation liegt im Bereich des Gesundheits- und Sozialwesens. Besonders bei der Arbeit mit kranken und pflegebedürftigen Menschen und deren Angehörige sind Faktoren wie mitfühlende Kommunikation und Mitmenschlichkeit von großer Bedeutung.

Die Autorin Melanie Sears (ehemalige Krankenschwester in den USA) hat in Ihrem Buch „ Gewaltfreie Kommunikation im Gesundheitswesen“ mit Beispielen aus dem Klinikbereich  beeindruckt. Nur durch die bewusste Anwendung von Worten und einem nachhaltigen Training des Personales in „Gewaltfreier Kommunikation“ ging die Krankheitsrate gegen 0 und weniger Patienten mussten fixiert werden, weil Aggressionen und Ängste abnahmen. Das sind nur 2 positive Auswirkungen, die ich hier aufzeigen möchte.     

Ich biete Unternehmen und Institutionen aus allen Wirtschaftsbereichen an, meine Erfahrungen zum Thema Nachhaltigkeit und Kommunikation zu nutzen. Denn egal, woher wir kommen oder wo wir arbeiten und leben: Wir wünschen uns alle Anerkennung, Wertschätzung und Freude an dem, was wir tun.

Viele Erfahrungen, die ich im Laufe meines Arbeitslebens gemacht habe, beschreibt Miriam Goos in ihrem Text in „Gesichter- der- Nachhaltigkeit“  zum Thema Gesundheit. Achtsamkeit mit uns und unseren Mitmenschen ist ein Anfang!

Auch Philosophen sprechen inzwischen in den Medien darüber, ob der „Burn-Out“ ein Zeichen dafür ist, dass permanent eigene Grenzen überschritten werden. Arbeiten wir doch nachhaltig daran, dass unser Körper funktionstüchtig bleibt und wir an unseren Gefühlen erkennen, wo unsere Grenzen sind und was uns gut tut.

Wenn wir wieder dahin zurückkommen, unsere Gefühle und Bedürfnisse und die der Mitmenschen wahrzunehmen,  sie zu benennen und auch den Mut haben, diese verbal zu transportieren, wäre das ein Schritt, um nachhaltig gesunder, glücklicher und leistungsfähiger zu bleiben. Davon bin ich überzeugt.

Wenn immer mehr Menschen dieses Wissen um „Die Früchte der Kommunikation“ nutzen und danach handeln würden, dann würden alle nachhaltig etwas in der Welt verändern können.

2013 erfüllte ich mir meinen Traum von einer eigenen Praxis für Mediation, Kommunikation und Beratung. Hier führe ich Trainings, Workshops, Vorträge, Supervisionen, Mediationen sowie Beratungen und Weiterbildungen durch. Zusätzlich biete ich Schulungen (auch CSR) für Einrichtungen und Unternehmen an. Durch meine Kooperationspartner bin ich in der Lage, auch weitere Anfragen, die über meinen Fachbereich hinausgehen, qualitativ hochwertig abzudecken.   

Stand: Juli 2014