Kai Zimmermann

Kai Zimmermann, Jahrgang 1974, ist Gründer der Zenaga Foundation gGmbH. In seiner Freizeit setzt er sich zudem als ehrenamtlicher Vorstand bei der BürgerEnergiegenossenschaft Adersbach-Sinsheim-Kraichgau eG für eine bürgerorientierte Energiewende ein.

Außerdem ist der gelernte Maschinenbaumechaniker und Bankkaufmann Mitglied der Agenda Gruppe Erneuerbare Energien Sinsheim und betriebt mehrere PV-Anlagen. Nachhaltigkeit ist für ihn auch in vielen privaten Bereichen eine Basis seiner Handlungen.
Ein praktisches Beispiel dafür ist sein Wohnhaus, mit dem er mehr Energie erzeugt als die Familie verbraucht.

Weitere Informationen:
www.zenaga.de
www.buergerenergie-ask.de

Ein Beitrag zum Schutz der Erde

Ich erinnere mich noch gut an den ersten konkreten Kontakt mit dem Thema Erneuerbare Energien und Nachhaltigkeit. Kurz nach der Jahrtausendwende nahm ich an einer Veranstaltung zum Agenda Prozess teil. Von den angebotenen Arbeitsgruppen interessierte ich mich als technisch versierte Person für das Wirken der Gruppe „Erneuerbare Energien“.

Dank der offenen und freundlichen Art der Teilnehmer nahm ich danach regelmäßig  an den Treffen teil und informiere ich seit dieser Zeit über die Themen erneuerbare Energien und Nachhaltigkeit.

Kurz drauf baute ich die erste Photovoltaikanlage auf dem Dach meines Elternhauses. Diese beiden anfänglichen Impulse sorgten bei mir für einen fortlaufenden Einsatz für erneuerbare Energien und den Einsatz für eine Energiewende der Bürger.

Nach dem Bau weiterer PV-Anlagen brachte ich im Ortschaftsrat den Vorschlag ein, uns mit dem Thema Bioenergiedorf zu beschäftigen. Dank der Unterstützung der Stadt Sinsheim und von Herrn Oberbürgermeister Rolf Geinert konnten im Jahr 2008 erste Informationsfahrten unternommen werden.

Aus der anschließenden Ideenphase heraus konnte ich zusammen mit weiteren Mitstreitern den entscheidenden Impuls zur Gründung der BürgerEnergiegenossenschaft Adersbach, welche heute als BürgerEnergiegenossenschaft Adersbach-Sinsheim-Kraichgau eG firmiert einbringen und so deren Umsetzung an entscheidender Stelle mit unterstützen.

Heute leiste ich als einer von fünf ehrenamtlichen Vorständen einen Beitrag zum Schutz der Erde und zur Stärkung der regionalen Gemeinschaft. Dabei freue ich mich immer wieder
an der basisdemokratischen Ausrichtung der Genossenschaft als ideale Form der Beteiligung vieler Bürger.

Durch diese Tätigkeit konnte ich meinen Horizont und mein Wissen in den Bereichen Nahwärme und Windenergie ausbauen und weitere Aspekte in die Betrachtung einbinden.

Gerade der Einklang der drei Bestandteile der Nachhaltigkeit – Ökonomie, Ökologie und Soziales haben es mir angetan. Diese unbedingt zusammen gehörenden Teilbereiche werden bei Diskussionen oft in einem Teilbereich vernachlässigt oder sogar bewusst verdreht. Daher habe ich es mir auf die Fahnen geschrieben, meinen Mitmenschen alle Fassetten näher zu bringen und auch mit kritischen Zeitgenossen sachlich und fachlich zu diskutieren.

Ich möchte Vorurteile gegen Erneuerbare Energien in technischer und finanzieller Hinsicht abbauen bzw. falsche Behauptungen klar stellen. Wir haben die technischen und finanziellen Möglichkeiten ohne Komfortverzicht viele Maßnahmen zu ergreifen, welche den Umsetzern ökonomische und ökologische Vorteile bringen und durch die positiven sozialen Auswirkungen zu guten Nachhaltigkeitsprojekten werden. Dabei muss es nicht immer eine große teure Maßnahme sein, auch kleine Veränderungen machen sich bemerkbar und lohnen sich.

Im Rahmen dieser Tätigkeiten habe ich mich immer wieder gefragt, wie wir die Bürger besser mit den Themen: Klima, Umwelt, erneuerbare Energien und Schutz der Ressourcen erreichen können! Durch einen Zufall kam ich als Bezirksleiter der Sparkasse Schwäbisch Hall–Crailsheim mit dem Thema Stiftungen in Berührung und erkannte das damit verbundene Potenzial.

Nach einem Gespräch und der weiteren Konzeptausarbeitung wurde meine Idee zur Einrichtung der Klimastiftung für Bürger von Dietmar Hopp aufgegriffen und umgesetzt. 2014 bis 2016 durfte ich diese Stiftung als Vorstand mit aufbauen.

Nachdem im Jahr 2016 immer mehr nationale und internationale Akteure meine Kompetenzen im Bereich der verschiedenen Organisationsformen und Projekte
in der Energie-Wende durch die Zivilgesellschaft nachfragten, habe ich im Januar 2017
die Zenaga Foundation gGmbH gegründet.

Die gemeinnützige Organisation will den Dialog und den Transfer von Wissen und Technik zwischen Deutschland und seinen Akteuren und den Akteuren in anderen Ländern auszubauen. Ein Fokus liegt neben der Darstellung der ökonomischen Vorteile auf dem Austausch von Wissen, der Darstellung der technischen Möglichkeiten sowie der Realisierung von Projekten.

Unsere Vision ist allen Menschen Zugang zu sauberer Energie und einer intakten Umwelt zu verschaffen. Mit steigender Lebensqualität und stabilem Weltklima können alle Menschen dort Leben, wo Sie geboren wurden und Ihre Heimat ist.

Stand: Februar 2017