Kirsten Dehmer

Kirsten Dehmer wuchs als erstes von drei Kindern wuchs sie in einem stabilen Lebensumfeld auf, lernte aber als Teenager-Punk die Welt der Freiheiten kennen. Nach der Lehre zur Zahnarzthelferin begann sie 1994 ein Sportstudium in Köln. Den Lebensunterhalt finanzierte sie sich, indem sie als Personal Trainerin in eingingen 5-Sterne-Hotels und Fitnessanlagen arbeitete. In den Hotels erhielt sie die Chance, mit vielen Prominenten zu arbeiten. Unter anderem trainierte und behandelte sie Kylie Minoque, Whitney Houston, Joey Kelly. 2003 begann sie sich mit dem Thema Service und Verhalten von Menschen zu beschäftigen. Ihre Firma fitforfacts testet und berät Dienstleistungsunternehmen, unter dem Aspekt Kunden und Mitarbeiter nachhaltig zu begeistern und halten. Ihr Motto: „Es braucht nicht viel um Menschen zu begeistern. Wer die Regeln der Gesellschaft und seine eigene Wirkung kennt, kommt leichter in Kontakt. Durch Begeisterung entsteht direkt Anerkennung und Vertrauen!“

Menschen nachhaltig zur Selbstreflektion zu bewegen ist ein wichtigstes Ziel.

Je digitaler die Welt wird, desto wichtiger wird das Miteinander. Heutzutage ist es kein Problem, wenn Firmen und Familien, über Länder und Kontinente hinweg, leben und arbeiten. Durch die innovative Technologie und die Medien hat man jeder Zeit die Möglichkeit, Großeltern und Chefs aus allen Teilen der Erde live ins Wohn- oder Arbeitszimmer zu „schalten“. Ein Gefühl des Miteinanders kommt auf und lässt uns im Glauben, dass man direkt im Kontakt ist. Dennoch, es kommt zu Kommunikationsdefizienten, da drei unserer fünf Sinne so nicht erreicht werden können. Haut, Nase und Mund erhalten nicht die nötigen Informationen, die man für eine vollwertige Kommunikation benötigt. Wir Menschen können und wollen mit unseren fünf Sinnen agieren. Obwohl vieles schneller und effektiver wird, bekommen immer mehr Menschen den täglichen Umgang mit anderen nicht mehr hin oder werden schnell aggressiv und nervös. Nachhaltiges Miteinander bedeutet, dass man sich auf den Mitarbeiter, den Chef, den Partner oder die Familie verlassen kann, ihnen vertraut und Wärme gibt. Jeder Mensch braucht das Gefühl gebraucht und unterstütz zu werden.

Die Verbundenheit zu Menschen ist wichtig, um sich selbst wohl zu fühlen. Selbstbewusstsein und Selbstvertrauen entsteht auch durch das Feedback der anderen. Über viele Jahrhunderte waren Menschen in Rudeln unterwegs, um zu überleben und sich weiter zu entwickeln. Wir sind sozusagen zur Kooperation bereit und möchten diese Nutzen. Die Anonymisierung kann dazu führen, dass die ältere Generation von den schnellen Jungen vergessen oder nicht beachtet werden, da alles schnell gehen muss. Ein Generationengefälle entsteht. Das „Nichtverstehen“ der anderen führt zum Teil dazu, dass Firmen und Gewerke sich nicht mehr weiter entwickeln können, da sich keiner mehr dafür interessiert.

Nachhaltigkeit besteht darin, aufeinander zuzugehen. Mit all den neuen und alten Medien, den Methoden, die wir Menschen zur Verfügung haben. Alles hat seine Berechtigung und kann dem anderen in irgendeiner Form Nutzen bringen. Die Kooperation zwischen den Generationen bedeutet Fortschritt. Nachhaltigkeit bedeutet hier, dass die „Alten“ die Fehler vielleicht schon gemacht haben und die „Jungen“ nun davor schützen können. Gehen wir freundlich, offen und neugierig miteinander um, kann dies nur Vorteile haben. Leben bedeutet Lernen.

Stand: April 2017