Maik Kunzelmann

Maik Kunzelmann, Jahrgang 1973, ist ausgebildeter Energieelektroniker und staatlich geprüfter Elektrotechniker . Von 1997 bis 1998 arbeitete er bei Heuer & Sack als Telekommunikationstechniker, von  1998 bis 2001 bei der adphos AG als Elektroplaner  und Projektleiter. Es folgten Stationen bei der elplan GmbH und Jarus GmbH.  Nach seiner Ausbildung erstellte und konstruierte er bei Unternehmen elektrotechnische Schaltpläne, stets mit dem Gedanken, dass es hier viele Wiederholungsfaktoren gibt, Parts die sich ähneln, auch wenn die Maschinen unterschiedlich sind. Wenn man hier einen Baukasten zusammenstellen würde, könnte man um vieles effektiver arbeiten. In den Jahren 2003 bis 2005  erhielt er die Chance, mit zwei BMW-Projekten und dem Projekt eines großen Rosenheimer Unternehmens einiges dazu zu lernen.  Die VISUPROJEKT GmbH wurde von Maik Kunzelmann im Jahre 2005 gegründet. Der Hauptsitz der Firma befindet sich in der Nähe von München. Als erfolgreiches mittelständisches Unternehmen realisiert VISUPROJEKT mit einem Team von derzeit 21 qualifizierten Ingenieuren und Technikern Planungen mit Komplettlösungen aus den Bereichen Steuerungs- und Automatisierungstechnik.

Intuitive Entwicklung statt rationaler Planung 

Zur Bedeutung nachhaltiger Unternehmens-  und Personalpolitik

Als ich vor acht Jahren VISUPROJEKT gründete, konnte ich nicht ahnen, welchen Erfolgsweg mein Unternehmen einmal gehen würde. Viele Unternehmen aus unterschiedlichen Branchen haben seitdem von unseren Leistungen profitiert. Dass ich heute fast ausschließlich auf Kunden setze, die ökologischen, nachhaltigen und fairen Leistungsaspekten folgen, ist deshalb eine ebenso logische Folge, wie mein empathischer und intuitiver Umgang mit meinen Mitarbeitern.

Warum scheitert immer noch die überwältigende Mehrheit unternehmerischer Veränderungsprozesse trotz guter fachlicher Konzepte? Das ist für mich seit vielen Jahren eine zentrale Frage. Da sie viele Facetten hat, kann ich sie natürlich nicht mit einem Satz umfassend beantworten. Einige Aspekte allerdings schon: Es ist die mangelnde besondere Berücksichtigung der betroffenen Menschen, auf Kundenseite und bei den Mitarbeitern im eigenen Unternehmen. Dabei ist die Intuition ein grundlegender Bestandteil meiner eigenen Entscheidungskompetenz. Egal welche Größe mein Unternehmen hat oder welcher Branche ich angehöre - nichts ist für die Zukunft so erfolgskritisch, wie die Qualität meiner heute getroffenen emotionalen und intuitiven Entscheidungen. Nicht um alle Erkenntnisse der Vernunft über Bord zu werfen, um nur noch rein intuitiv zu handeln. Nein, im Gegenteil, denn Dinge wie Marktanalysen, Marketing-Konzepte etc. haben nach wie vor ihren Stellenwert. Vielmehr geht es mir um einen bewussten Umgang mit etwas, was ich intuitive Rationalität nenne.

Offen und ehrlich in alle Richtungen

Wie andere Unternehmen, arbeiten wir auch bei VISUPROJEKT mit vielen verschiedenen Menschen zusammen. Dabei unterscheiden wir im emotionalen und empathischen Umgang nicht zwischen Kunden, festen und freien Mitarbeitern, Dienstleistern und Zulieferfirmen. Es ist uns wichtig, dass wir all diese Menschen so behandeln, wie wir selber gerne behandelt werden wollen, offen und ehrlich in alle Richtungen. Und dies steht in engem Kontext zu dem, was ich die "Schwelle eines Neuen Zeitalters" nenne. Eine Epoche, die von uns erwartet, unser Denken zu Gunsten des Großen Ganzen neu zu orientieren. Nur in diesem Denken und Handeln können wir die Menschen in ihrer geistigen und materiellen Entwicklung ganzheitlich unterstützen. Was dabei entsteht, ist ein würdiges Menschenbild, das den Menschen im Wesenskern erfassen kann und ein Weltbild formt, dass bestimmte Dinge einfach nicht mehr zulässt.

Eine spürbare Aufbruchstimmung

Dabei halte ich auch in Richtung Kunden vieles für vertretbar. Kürzlich hatte ich eine Anfrage aus der Schweiz für den Bau eines Kraftwerks. Dort habe ich noch mal nachgefragt und erfahren, dass es sich um ein Atomkraftwerk handelt, was ich nicht unterstützen möchte, auch wenn das vielleicht radikal klingen mag. Ich finde es schlichtweg nicht mehr richtig, denn es gibt genug andere Energieformen um diese AKWs zu ersetzen. Viel besser ist es da für mich, meinen Fokus auf die neuen Energieformen zu lenken, die  schon da sind und in den nächsten Jahren noch hinzukommen werden. Ich spüre im Moment eine  Aufbruchstimmung, in der es immer stärker in Richtung mehr regenerative Energien geht. Planungstechnisch betreuen wir mit VISUPROJEKT beispielsweise bereits Unternehmen aus der Windkraft, wo ich noch viel Potential zum Ausbau sehe. Ein Kunde von uns setzt die Windkraft sogar auf Schiffen ein, um mit riesigen Segeln bei der Fahrt Treibstoff zu sparen. Bei der Wasserstoffherstellung durch Elektrolyse unterstützen wir mit VISUPROJEKT den Gaya-Verein in Österreich.

Große Chancen moderner Unternehmen

Viele kleine Puzzleteile zeigen für mich heute in die gleiche Richtung, auch und besonders, wenn es um den Umgang zwischen den Menschen geht, die bei Visuprojekt arbeiten. Wer einmal den Weg zu mehr Nachhaltigkeit gegangen ist, für den gibt es auf jeglichen Ebenen kein Zurück mehr, was gleichzeitig aber auch eine der großen Chancen moderner Unternehmen ist. Längst ist eine Zeit angebrochen, die auch verlangt, dass wir unser Denken in der Führung neu orientieren. Jedes Unternehmen agiert als ein Energiebrennpunkt in der menschlichen Familie, durch das gewisse Energien in die ganze Menschheit hinein fließen können. Alle, die bei VISUPROJEKT arbeiten, sollen sich deshalb ohne Stress und Druck wohl fühlen. Nur wenn man sehr frei arbeiten kann,  weiß man in seinem Inneren am besten, wie man seine Arbeit machen kann. Jeder möchte, wenn vielleicht auch unbewusst, eigenverantwortlich, ohne ständige Anleitung und Kontrolle arbeiten können, da jeder Mensch seine eigenen Spezialitäten hat. Sobald wir solche bei VISUPROJEKT erkennen, fördern wir sie weiter, oder die Mitarbeiter sagen selbst, ich möchte mich gerne da und da weiterentwickeln. Im nächsten Schritt eruieren wir einen Bedarf beim Kunden und wenn es keinen gibt, probieren wir vielleicht trotzdem mal etwas Neues, und prüfen, ob der entsprechende Bedarf beim Kunden eventuell geweckt werden kann. Diese Form des Risikos hat bis jetzt immer gut funktioniert.

Eine starke positive Energie

Hierarchien gibt es bei VISUPROJEKT so gut wie keine. Sämtliche Abläufe finden ohne Vorgaben und Gebotslisten statt, jeder entwickelt sich in die ihm gegebene Richtung. Und dort, wo es nicht ganz klar ist, werden sehr rasch Gefühle dafür entwickelt. Dafür führen wir regelmäßige Mitarbeitergespräche mit den Schwerpunkten: Wo stehen wir jetzt? Wo gibt es Probleme und wo wollen wir, VISUPROJEKT und der Mitarbeiter, noch hin? Das versuchen wir immer wieder neu zu justieren und in Einklang zu bringen. Zusammen mit dem Einordnen und Bearbeiten von Kundenanfragen funktioniert dies fast von selbst. Interessant ist, das das auch fast immer aufgeht, es regelt sich quasi von alleine. Noch nie ist es vorgekommen, dass zu viele Mitarbeiter in eine bestimmte Richtung wollten und wir sagen mussten: Sorry, dafür haben wir schon genügend Leute. Für mich beweist dies eindeutig die Existenz einer starken positiven Energie, die so ausgleichend wirkt, dass es gar nicht erst zu Überschneidungen kommen kann.

Alles kommt, wie es kommen soll

Alles in allem haben die Mitarbeiter bei VISUPROJEKT große Chancen, sich über ihre faktischen Kenntnisse hinaus fachlich, sozial und menschlich ständig weiter zu verwirklichen. Dafür gibt es weder ausgearbeitete Konzepte, noch Strategiekonferenzen oder Work-Life-Balance Seminare. Das kann man intuitiv oder auch spirituell nennen, da bin ich sehr offen. Fest steht aber, dass sich die Dinge bei uns auf ganz eigene Weise entwickeln. Sei es in der Unternehmens- und Umsatzsteigerung oder in der Teambildung. Bei uns ist nichts wirklich geplant. Keine Jahresumsätze, keine Mitarbeiterzahlen und auch kein Kundenzuwachs. Es kommt sowieso im Leben, wie es kommen soll. Was soll ich da planen? Die Ziele von Visuprojekt liegen aus meiner Sicht nun einmal nicht ausschließlich in Umsätzen oder Gewinnen. Wichtig für mich ist zuerst eine ganzheitliche  Weiterentwicklung in einem ganz bestimmten Markt, der auf einer eigenen Dynamik aus Ratio und nicht sofort physisch fassbaren Energien basiert. Mit ganz bestimmten ethischen Vorstellungen und dem Mitschwingen einer klaren Philosophie über die Grundsätze, wie im und um das Unternehmen herum miteinander umgegangen wird.

Wahlfreiheit statt Schublade

Damit alle die Chance bekommen, in dieser Richtung zu lernen, zu denken und zu handeln, gibt es bei VISUPROJEKT in regelmäßigen Abständen einen Austausch dazu. An zwei Tagen im Jahr finden interne Coachings und Schulungen statt, bei denen hausinterne Spezialisten Themen vorbereiten, über die sie sich in kleinen Workshops untereinander austauschen. Ziel ist es, keinen in eine Schublade zu drängen. Wir lassen den Mitarbeitern grundsätzlich die Wahl, beispielsweise Projekte zu leiten, oder Mitarbeiter zu führen. Die einen wollen rein als Zeichner und Elektrokonstrukteure arbeiten. Andere wollen Softwaretrainer für die CAE-Sofware E-plan sein oder sich zum Spezialisten für dieses Programm entwickeln. Wer möchte, kann in der Region, aus der er kommt, eine Niederlassung eröffnen, wo er eigenständig Kunden und Mitarbeiter aufbaut. So wie Olaf Bruch, der am 1. Januar 2013 zu unserem Unternehmen kam. Schon nach sechs Monaten eröffnete er unsere Hamburger Niederlassung, wo er seither sehr engagiert die VISUPROJEKT Philosophie hinsichtlich Kunden und Mitarbeiter umsetzt. Mit ihm bin ich eindeutig auf einer Wellenlänge, ich bin 100 prozentig dabei und vertraue ihm und unterstütze ihn. Das Resultat ist, dass er seinen Freiraum als Niederlassungsleiter sehr verantwortungsvoll nutzt, was in den meisten Fällen ganz von alleine mit dem übereinstimmt, was ich auch anstrebe und weiterentwickeln möchte.

Positive Kundenresonanz

Dass das Handeln von VISUPROJEKT nicht nur im kleinen Kreis hinter verschlossenen Türen stattfindet, zeigt eine immer stärkere werdende Resonanz aus Kundenkreisen. Erst kürzlich rief mich ein Kunde an und sagte 'Herr Kunzelmann, man spürt in Ihrer Firma, wie harmonisch das alles bei Ihnen abläuft. Besonders, wenn Ihre Mitarbeiter bei uns im Unternehmen arbeiten. Das ist ein Miteinander, kein Gegeneinander. Wir haben da mit anderen Firmen ganz andere Erfahrungen gemacht. Bei Ihnen passt und stimmt das''. Feedbacks wie dieses, stärken das allgemeine Selbstbewusstsein bei VISUPROJEKT ungemein. Unter anderem dahingehend, dass wir die Unternehmensphilosophie ganz offensiv, und wenn es sein muss manchmal auch kontrovers, nach außen vertreten.

Geist und Materie im Einklang

Dabei liegt es mir allerdings fern, meine Auffassungen missionierend in die Welt und schon gar nicht in die Betriebsabläufe unserer Kunden zu tragen, das steht mir gar nicht zu. Mir geht es darum, innerhalb meines Unternehmens zu zeigen, dass meine Vorstellungen nicht bloß leere Lippenbekenntnisse sind, sondern ein fester Bestandteil des Lebens bei VISUPROJEKT. So stark und klar, dass man es draußen auch mit großem Selbstverständnis vertreten kann, was dann oft ganz von alleine geschieht. Denn wirkliche Position kann man eben nur beziehen, wenn Geist und Materie im Einklang sind. Dies ist für mich eine Grunderkenntnis, die in jeder Führungsphilosophie eigentlich das tragende Fundament sein sollte. Die Erkenntnis, dass jeder Mitmensch seine eigene einmalige Berufung hat, verleiht dem Schlüsselbegriff nachhaltige Führung die tragende Energie zum Erfolg aller Beteiligten. Um dies zu unterstreichen, möchte ich auf Ralph Waldo Emerson  verweisen, dessen Zitat ich gerne als Grundlage meines Handelns verstanden haben möchte: "Die Eigengesetzlichkeit der Natur führt Menschen zu Aufgaben, die nur von ihnen selbst vollkommen gelöst werden können. Die kein anderer zu einem gleichen Ende zu führen imstande ist. Im Grunde gibt es keine Nebenbuhler. In dem Maße, wie du deine ureigenen Kräfte zu Rate ziehst und betätigst, unterscheidet sich deine Arbeit von der jedes anderen Menschen und offenbart sich als Meisterwerk. Dein Ehrgeiz entspricht genau deiner Seelenkraft. So hat jeder einzelne seine Berufung durch die Allmacht, dass er ein nur ihm eigenes Werk vollbringt."