Marco Englert

Marco Englert ist Manager, Berater und Coach. Er steht für ein Excellence-Mindset, das Menschlichkeit, Gleichgewicht bzw. Balance, Innovation und Nachhaltigkeit fördert. Dabei sieht er die Menschen mit ihren Potenzialen und die damit verbundenen Aspekte als die zentralen Treiber für nachhaltig profitables Wachstum. Im Rahmen von strategischen Managementansätzen beschäftigt er sich mit neuen Methoden zur nachhaltigen Steuerung der zunehmenden Dynaxität und der digitalen Transformation. Er verfügt über exzellentes Research- und Consulting-Know-How, insbesondere in den Bereichen Unternehmensführung, Personalmanagement sowie Innovations-, Qualitäts- und Nachhaltigkeitsmanagement.


Ein Sustainability Mindset für Sustainable Excellence

Das Leben beruht auf einer immer komplexer werdenden Interaktion zwischen Menschen, Gesellschafts- und Wirtschaftssystemen und der Umwelt. Das wirtschaftliche Wachstum, hat diese Zusammenhänge sowohl positiv als auch negativ beeinflusst. Es ist allerdings zu einer wachsenden sozialen Ungleichheit gekommen, da dieses Wachstum in einigen Teilen der Erde zu großem Wohlstand geführt hat, während andere leer ausgingen, und die Umwelt durch eine hohe Verschmutzung stark belastet wurde. Daher ist es dringend erforderlich, dass Menschen und Organisationen verstehen, welches die wesentlichen Elemente für eine nachhaltige Entwicklung (Sustainable Development), ein nachhaltiges Unternehmertum (Sustainable Entrepreneurship) und den Erhalt gesunder, friedlicher Gesellschaften, gesunder Wirtschaftssysteme und eines gesunden Planeten sind. Es gilt die Lebenssysteme mit einem entsprechenden Management wieder in ein angemessenes Gleichgewicht (Equilibrium Management) zu bringen und in diesem zu halten, um eine nachhaltige Evolution (Sustainable Evolution) sicherzustellen.

Leading by Excellence

Der Erfolg von Unternehmen im globalen Wettbewerb ist von zwei Faktoren geprägt. Es muss zum einen gelingen, die besten Talente zu gewinnen und langfristig zu binden. Das zweite Ziel ist das Erreichen von Business Excellence in jeglichen Aktivitäten des Unternehmens. Business Excellence steht dabei für erfolgreiches Unternehmensmanagement und Weltklasse-Leistung.

Die Verantwortung für die Definition der Business Excellence-Strategie liegt dabei ganz klar beim Top-Management. Die strategische Führung, Unternehmenskultur, Corporate Identity und Marke erweisen sich dabei als zunehmend wichtigere Wettbewerbsvorteile, da sie im Vergleich zu Produkten und Dienstleistungen bzw. Prozessen nur schwierig zu imitieren sind. Exzellentes Führen und Managen erfordert ein nachhaltiges Bewusstsein, Verhalten und eine Kultur der Nachhaltigkeit.

Sustainability Awareness

Die Begriffe Nachhaltigkeit, Nachhaltigkeitsbewusstsein (Sustainability Awareness) und Nachhaltigkeitsmanagement (Sustainability Management) werden aktuell sehr lebhaft diskutiert. Die Ansprüche der Konsumenten an eine stärkere gesellschaftliche Verantwortung der Unternehmen wachsen stetig weiter. Menschen fragen verstärkt nach, inwieweit sich Unternehmen fair gegenüber ihren Stakeholdern verhalten: Wie wird mit den Mitarbeitern umgegangen, wird der erwartete Umweltschutz betrieben, zahlt es seine Steuern etc. Das erfordert auch bei etablierten Unternehmen ein Umdenken.

Nachhaltigkeit stellt neue Rahmenbedingungen für das Verhalten bzw. Wirtschaften von Unternehmen dar, vergleichbar mit der IT-Revolution und Globalisierung. Unternehmen, die diesen Paradigmenwechsel erkennen und in ihre Unternehmens- bzw. Innovationsstrategien, Systeme und Prozesse integrieren, sind auf dem richtigen Weg. Dazu ist es nötig ein Bewusstsein und eine Kultur für Nachhaltigkeit zu schaffen und Kenntnisse zu vermitteln, um die Herausforderungen, die sich aus dem Management von Unternehmen im Einklang mit den Prinzipien der Nachhaltigkeit ergeben, erfolgreich zu managen.

Sustainability Transformation

In der modernen VUKA-Welt, die von den Megatrends Digitalisierung, Globalisierung, Wertewandel und demografischer Wandel bestimmt wird, ist Nachhaltigkeit ein Sinnstifter, wirtschaftlicher Erfolgsfaktor sowie gesellschaftlicher und ökologischer Stabilisator. Kommunikation ist hier ein essentieller Erfolgsfaktor für die erfolgreiche Gestaltung des Wandels hin zu mehr Nachhaltigkeit, der sogenannten großen Nachhaltigkeitstransformation (Sustainability Transformation), und einer vernetzten, lebendigen und menschlichen Kultur bzw. Lebenswelt. Sie ist der Schlüssel, welcher Menschen, Unternehmen und Nationen sowie alle Themen und Disziplinen verbindet, um gemeinschaftlich die besten inter- und transdisziplinären Lösungen zu finden. Im Mittelpunkt steht eine Nachhaltigkeitspsychologie (Sustainability Psychology) bzw. Nachhaltigkeitsphilosophie (Sustainability Philosophy) der Balance, Harmonisierung und Menschlichkeit, welche sich bereits im Triple-Bottom-Line-Ansatz, auch als "Drei-Säulen-Prinzip der nachhaltigen Entwicklung“ bezeichnet, zeigt und die Grundlage für ein "Sustainability Mindset“ bildet.

Innovation ist fast immer das Ergebnis von Kommunikation. 80% aller Innovationen sind Rekombinationen von existierenden Ideen, Konzepten und Technologien. Das gilt auch für Nachhaltigkeitsinnovationen (Sustainability Innovation).
Den Zusammenhang zwischen Innovation und wirtschaftlicher Entwicklung hat Joseph Schumpeter bereits in seinem Werk „Theorie der wirtschaftlichen Entwicklung“ dargelegt.
Equilibration, also die Bildung eines Gleichgewichts, oder Ausbalancierung, ist nach Piaget allgemein der Prozess, der durch den Wechsel von Gleichgewicht (Equilibrium) und Ungleichgewicht (Disequilbirum) eine Entwicklung eines komplexeren Denkens und Verständnisses fördert. Equilibrium ist dabei der Zustand, in dem der Lernende Neues, eine Innovation mit existierenden Schemata erklären kann.

Bei der Verschmelzung von Digitalisierung und Nachhaltigkeit zu einer „Nachhaltigkeit 4.0“ bzw. „Sustainability 4.0“ geht es nicht vorwiegend um technologische Innovation, sondern um die Selbstermächtigung von Menschen zur Transformation ökonomischer, ökologischer und gesellschaftlicher Verhältnisse in Richtung Demokratisierung des Wirtschaftens, sozialer Inklusion und ökologischer Nachhaltigkeit.

Sustainable Management

Digitalisierung, Innovationen, Menschenrechte, Arbeitsbedingungen, Gesundheits- und Umweltschutz und Anti-Korruption sind daher Handlungsfelder einer nachhaltigen Unternehmensführung. Vor allem Gesundheitsprävention ist ein zentrales, zukünftiges Nachhaltigkeitsthema.

Auch die Managementsysteme (Sustainable Management Systems) reagieren auf diesen Trend. In der ISO 26000, der Norm für gesellschaftliche Verantwortung, geht es nicht mehr nur um soziales Engagement und Umweltmanagement. Es wird ebenfalls der Umgang mit den eigenen Mitarbeitern geregelt und das Thema Gesundheitsprävention behandelt. Damit bekommt das Thema Lebensqualität und Gesundheit bzw. Life Balance Management und Betriebliches Gesundheitsmanagement (BGM) eine genauso hohe Priorität wie alle anderen Nachhaltigkeitsthemen auch.

Die Führungsspitzen der internationalen Unternehmen erkennen zunehmend die Dringlichkeit einer nachhaltigen Veränderung in der Wirtschaft. Ein ganzheitliches Nachhaltigkeitsmanagement im Sinne eines Total Sustainability Management (TSM) durchdringt alle wichtigen Managementdisziplinen bzw. betriebswirtschaftlichen Teilgebiete wie beispielsweise das Normative Management, Strategische Management, Personalmanagement, Innovationsmanagement, Informationsmanagement, Operations Management, Supply Chain Management, Finanz-, Marketing- und Vertriebsmanagement. Die Nachhaltigkeitskriterien sind in alle Geschäftsaktivitäten entlang der Wertschöpfungskette (Value Chain) zu integrieren.

Nachhaltige, verantwortungsvolle Unternehmensführung (Sustainable Corporate Governance) ist ein ganzheitlich integriertes Konzept zur Sicherung der Zukunftsfähigkeit von Unternehmen. Zur Umsetzung braucht man Menschen, welche nachhaltigkeitsrelevante Entwicklungen erkennen, komplexe gesellschaftliche Zusammenhänge erfassen und den Herausforderungen mit angemessenen Methoden und Instrumenten begegnen können. Es geht darum Menschen für das Thema Nachhaltigkeit zu sensibilisieren, Nachhaltigkeitsbewusstsein und -kompetenz zu schaffen, um eine entsprechende Kultur im Rahmen eines umfassenden Nachhaltigkeitsmanagements bzw. TSM zu etablieren.

Human Sustainability Management ist dabei das umfassende Leitbild und Konzept strategischer, verantwortungsvoller bzw. menschenorientierter Unternehmensführung und Zusammenarbeit, welches die Mitarbeiter als Quelle der Wertschöpfung versteht. Es basiert auf den biologischen, psychischen, personalen und sozialen Gesetzmäßigkeiten der Menschen und der menschlichen Arbeit.

Es ist ein Paradigmenwechsel (Change of Paradigm) in Sichtweite, der die Marktwirtschaft mit ihrem Credo der Gewinnmaximierung und dem Shareholder-Value-Denken über den Wettbewerbsfaktor Nachhaltigkeit und Nachhaltigkeitsinnovation zum Katalysator für die wirksame und  breitflächige Etablierung von Nachhaltigkeit bzw. eines Nachhaltigkeitsbewusstsein macht.

Stand: März 2017