Mark Oswald

Mark Oswald, Jahrgang 1991 ließ sich zu Beginn seiner Karriere zur Fachkraft für Abwassertechnik ausbilden - was ihn früh zum Thema Umweltschutz brachte. 2012 kündigte er seine sichere Stelle im öffentlichen Dienst, um sein Leben zu einem Abenteuer und sich selbstständig zu machen. Heute ist er Gründer und Moderator der Landsberger Impulsabende und der Landsberger Nachhaltigkeitsabende, ist Referent der Wassertankstelle e.V. und hat es sich zur Aufgabe gemacht, seinen Beitrag zur Entwicklung der Kultur, der Nachhaltigkeit und des Umweltschutzes zu leisten.

Weitere Informationen:
www.livetheadventure.de
www.wassertankstelle-landsberg.de
www.socialimpactrebels.com

Unsere Kultur ist der Schlüssel

Der Schlüssel zu großer Veränderung liegt in unserer Kultur. Die breite Masse an Menschen setzt Ideen und Ideale nicht um weil sie gut sind, sondern weil sie „In“ oder längst ein normaler Teil unserer Kultur sind. Nehmen wir als Beispiel Energiesparen. Energiesparen ist Teil unserer Kultur geworden. Es ist chic,
Energiesparklasse A-Plus zu kaufen. Wer ein Auto mit über 10l Spritverbrauch fährt, wird schief angesehen.

In dieser Wahrnehmung liegt in meinen Augen ein bedeutender Schlüssel.

Ich habe einen Wunsch: Es ist abzusehen, dass wir irgendwann anfangen das All zu Kolonisieren. Ich wünsche mir, dass wenn es so weit ist unsere Spezies eine geworden ist, die dies auch verdient hat. In der Geschichte hat der Mensch immer
wieder neues entdeckt, um es dann zu zerstören und es kurzsichtigen Absichten zu opfern. Das muss aufhören - und wir sind der Schlüssel dazu!

Meine selbst gesteckte Lebensaufgabe ist es, genau zu diesem Ziel beizutragen.

Unsere Kultur entsteht durch die Handlungen und Überzeugungen jedes Einzelnen. Einer fängt an etwas anders zu machen. Ein paar folgen ihm. Es werde mehr und mehr und dann wird es Mode. Die Mode flaut irgendwann ab und übrig bleibt eine Kultur, in der es normal geworden ist. Diesen Prozess können wir aktiv steuern - indem wir Überzeugungen und Handlungen leben und nach außen tragen, die unsere Kultur formen.

Ich leiste meinen Beitrag mit 3 Projekten:

1. Die (Landsberger) Impulsabende

Die Landsberger Impulsabende sind Rednerabende, bei denen pro Abend 5 Amateure wie Profis je 20 Minuten Bühne bekommen. Wie das zu meinen genannten Zielen beiträgt? Mit meiner Moderation, meinen eigenen Vorträgen und der Wahl meiner Sprecher öffne ich einen Raum, in dem Herzlichkeit, Offenheit, Achtsamkeit und Bewusstheit normal sind. Die Menschen kommen dort unabhängig davon wie ihr Alltag aussieht in einen Raum, in dem sie eine Kultur vorfinden, die ihnen gut tut und zur Offenheit einlädt. Von den Sprechern hören sie dort Gedanken, die inspirieren und zu einem verantwortungsvolleren und bewussteren Leben animieren.
Außerdem kommen durch die Wahl der Sprecher die buntesten Menschen ohne die üblichen Hierarchien zusammen - wie einmal, als der erste Sprecher ein Schamane und der zweite ein Finanzberater war.

Die Menschen nehmen ein Stück dieser Kultur mit nach Hause - frei nach unserem Motto inspirieren, bereichern und verbinden - und tragen diese weiter. Solche Abende sind Inkubatoren für Ideen, Freundschaften und Projekte.

2. Die (Landsberger) Nachhaltigkeitsabende

Nachdem ich die Erfahrung gemacht habe, wie groß der Sog der verbindenden und verändernden Wirkung von solchen Abenden ist dachte ich mir: Warum dieses Medium nicht noch viel gezielter für die Nachhaltigkeit nutzen? Es gibt so viele kleine und lokale Nachhaltigkeitsprojekte und so viele Menschen die gerne mehr zu diesem Thema in ihren Alltag integrieren würden. Wäre es nicht schön diesen Menschen eine Plattform zu öffnen? So viele Projekte haben tolle Ideen und
setzen diese auch um, haben aber kein Händchen fürs Marketing. Diese Lücke soll geschlossen werden. Die Impulsabende öffnen ganz normale Menschen für völlig
neue Ideen, Gedanken und Lebenskonzepte - die Nachhaltigkeitsabende holen sie dort ab und machen das handeln für einen guten Zweck leicht und Nahbar. Also habe ich Kontakt zu vielen lokalen Organisationen, Vereinen und Firmen
aufgenommen und war erstmal überwältigt von der vorhandenen Vielfalt. Nun bekommen all diese Projekte und alle interessierten eine Plattform, die für Quervernetzung und Synergien sorgen wird. Bereits beim ersten Nachhaltigkeitsabend konnten Kontakte zwischen Behörden, Organisationen und Vereinen generiert werden, die sonst vielleicht noch Jahre Unwissend voneinander nebeneinander existiert hätten.

Solche Veranstaltungen verändern unsere Kultur in kleinen Schritten. Ich habe gewonnen, wenn jede Stadt der Welt Impulsabende und Nachhaltigkeitsabende hat. Wenn es normal wird statt der Serie Tatort, Vorträge über gelebte Veränderung zu schauen. Wenn Permakultur, Urban Gardening, solidarische Landwirtschaft und Solarstraßen ein so normales Thema sind wie Energiesparen.

3. Die Wassertankstelle

Ich bin Referent für den Verein Wassertankstelle e.V. Dieser hat es sich zum Ziel gesetzt, global über den Zusammenhang von Wasser, Gesundheit und Umweltschutz aufzuklären. Nur ein Beispiel: Täglich landen Unmengen an Medikamenten, Schwermetallen, Uran, Plastikrückstände, Weichmacher, Rückstände der Anti-Baby Pille und eine Vielzahl weiterer Stoffe im Abwasser und später auch im Trinkwasser. Dagegen sind Klärwerke und Wasserwerke noch lange nicht gerüstet. Als ausgebildete Fachkraft für Abwassertechnik weiß ich, dass
Klärwerke und Wasserwerke hervorragende Arbeit leisten, aber faktisch gar nicht in der Lage dazu sind, alle relevanten Stoffe herauszufiltern. Die dazu benötigten Filtersysteme wären nach heutigem Stand der Technik in dieser Größenordnung nahezu unbezahlbar und selbst wenn - nach der Reinigung durch die
Wasserwerke muss unser Trinkwasser noch teils lange Strecken durch Rohrleitungen, deren Zustand nicht immer lecker ist.

Wasser ist das wichtigste Transport- und Lösungsmittel unseres Körpers. Es bindet im Körper diverse Stoffe und Transportiert diese ab. Ist das Wasser allerdings schon voll mit diversen Schwebstoffen, kann es dieser Aufgabe nicht mehr in der entsprechenden Qualität nachkommen und außerdem die Körperzellen nicht mehr ideal versorgen. Wenn man diese Entwicklung mit der steigenden Menge an Umweltgiften in Nahrung und Lebensumfeld übereinanderlegt, wird das damit
verbundene Problem deutlich sichtbar.

Außerdem gibt es ein noch massiveres Problem: Plastikmüll! Speziell in Ländern wie Spanien, wo das Leitungswasser geradezu ungenießbar ist, kaufen Menschen alltäglich große Mengen Wasser aus Plastikkanistern.

Ich plädiere dafür, die Verantwortung dafür nicht auf die Politik zu schieben, sondern dieses Problem selbst in die Hand zu nehmen. Die Wassertankstelle zeigt diese Problematiken in informativen Vorträgen durch eigens ausgebildete Referenten Deutschlandweit und in einigen Jahren auch Weltweit auf und präsentiert Lösungen, die Umwelt, Gesundheit und Geldbeutel schonen.

Ich nehme einen deutlichen Zusammenhang zwischen der Qualität unserer Nahrung und unserem Wasser und der Klarheit unseres Bewusstseins wahr. Wenn mein Geist wach und mein Körper gesund ist, habe ich viel mehr Kapazitäten frei, mir über
größere Zusammenhänge Gedanken zu machen und mich mit Dingen zu beschäftigen, die über mein eigenes Wohlergehen hinausgehen.

Jedem einzelnen kann ich nur raten, sich einmal einen Wassertankstellen-Vortrag anzusehen, egal ob bei mir oder wo anders in Deutschland.
Auch spannend dazu:

Dr. Alexandra Hildebrandt Was wir gegen die globale Wasserkrise tun können, in: Huffington Post (22.3.2017)
http://www.huffingtonpost.de/alexandra-hildebrandt/wasser-krise-naturschutz

4. Die Social Impact Rebels

Die Social Impact Rebels sind ein junges, mittelfristig global Agierendes Netzwerk um Macher in aller Welt zu verknüpfen und Projekte zu finanzieren und zu unterstützen, die sozial sehr interessant aber marktwirtschaftlich nicht relevant sind. Außerdem haben wir uns zum Ziel gesetzt, den Stellenwert von
sozialer Wirkung zu erhöhen. Jemand der richtig gutes tut soll kein „ehrenamtler mit einer Liebelei“ sein, sondern darf auch daran verdienen dürfen.

Es stehen bereits mehrere Projekte in den Startlöchern, Beispielsweise in Musical zum Thema Wasser oder Projekte mit Kindern und es wird noch vieles folgen. Meine SIR-Bereich ist die Nachhaltigkeit.

Zusammenfassend möchte ich sagen:

Es liegt an jedem von uns, unsere Spezies zu einer zu entwickeln, die gutes in diese und jede andere Welt bringt. Wenn ich mich umsehe haben wir zwar mit vielen Problemen zu kämpfen, aber ich sehe wirklich gute Chancen. Die Menschen
werden immer wacher und entwickeln immer mehr kollektives Bewusstsein und Achtsamkeit, sich selbst und allen anderen Gegenüber.

Wenn jeder seinen kleinen Teil beiträgt, entsteht Großes.

In diesem Sinne: Auf eine goldene Zukunft!

Stand: März 2017