Michaela Scheeg

Michaela Scheeg, Jahrgang 1976, studierte Betriebswirtschaft an der Freien Universität Berlin mit den Schwerpunkten Marketing und Operations ­Research. Parallel hierzu arbeitete sie bei Siemens im Bereich Marketing. Nach Abschluss des Studiums hatte sie bei Fujitsu Siemens in Bad Homburg verschiedene Positionen im Marketing und Business Development inne, bevor sie sich im Jahr 2009 mit der Manufaktur Scheeg selbstständig machte. Für die Materialentwicklung sho:shee® wurde sie 2011 mit dem iF mate­rial award ausgezeichnet und war für den Designpreis Deutschland 2012 nominiert. ­Michaela Scheeg lebt mit ihrem Mann und ihren beiden Kindern in Werder an der Havel.

Weiterführende Informationen:
www.manufaktur-scheeg.de

 

 

Architektur & Bauen

Manufaktur der Nachhaltigkeit

Interview mit Michaela Scheeg, die zur Fertigung ihrer Pflanzgefäße ein einzigartiges und hochwertiges (Bau-)Material aus fein gemahlenen Walnussschalen und Recycling-Kunststoff entwickelt hat: sho:shee

 

Was ist die Philosophie der „Manufaktur Scheeg“?

Wir wollen nicht einfach nur Gefäße für Pflanzen herstellen, wir wollen mit unseren Produkten begeistern. Die Herstellung von Pflanzgefäßen aus innovativen, nachhaltigen und besonderen Materialien, unter Berücksichtigung von Funktionalität und außergewöhnlichem Design, ist das Herz der Manufaktur Scheeg. Wir bauen auf junges und innovatives Design. So entstehen immer wieder neue Produktfamilien oder Einzelstücke in enger Zusammenarbeit mit Architekten und Designern.

 

Wie haben Sie Nachhaltigkeit für Ihr Unternehmen definiert?

Der Leitgedanke ist zum einen ein ressourcenschonender Umgang it allen Einsatzfaktoren und zum anderen bei allen unternehmerischen Entscheidungen, Investitionen und Alltagssituationen, die Themen ökologische Verträglichkeit, ökologische Zusammenhänge und Erhaltung der Umwelt als zentrale Aspekte zu betrachten. Konkret bedeutet das beispielsweise Fertigung in Deutschland, kurze Transportwege, CO²- neutraler Paketversand zum Endkunden, Verpackungen aus Recyclingmaterialien oder Nutzung von Ökostrom oder Einsatz von Recyclingkunststoffen in der Produktion etc.

 

Veränderung beginnt meist mit veränderten Lebensumständen, untauglich gewordenen Strategien und dem Versuch, das eigene Verhalten auf die neuen Anforderungen einzustellen. Welche Ereignisse waren für Sie im Zusammenhang mit dem eigenen Weg zur Nachhaltigkeit besonders wichtig?

In meiner Kindheit im Osten Deutschlands wurden schon Kunststoffe gesammelt, und es gab nicht den heutigen Überfluss in diesem Ausmaß. Daher denke ich, dass ich schon recht ressourcenschonend erzogen worden bin. Aber das wirkliche Bewusstsein für Nachhaltigkeit und Schadstofffreiheit hat sich erst nach der Geburt von meinem ersten Kind manifestiert. Ich war zu dieser Zeit sehr sensibel für diese Themen. Das hatte dann auch einen starken Einfluss auf die Forschungs- und Entwicklungsphase für unser Material, d.h. was darf in unseren Gefäßen enthalten sein, und wie kann man für die kommende Generation über nachhaltiges Handeln den Lebensraum positiv gestalten.

 

Weshalb ist es wichtig, dass vor dem Hintergrund des nachhaltigen Wirtschaftens persönliche Werte identisch sein müssen mit den Unternehmenswerten?

Es muss einer der Basiswerte des Unternehmens sein. Wenn Nachhaltigkeit als eine reine Marketingphilosophie eingeführt wird, weil es „sich gut macht“, wird es eine Marketingphrase sein, und im unternehmerischen Alltag setzen sich dann immer die kurzfristigen monetären Interessen durch. Im Endeffekt wird dann mehr über Nachhaltigkeit im Unternehmen gesprochen als gehandelt.

 

Warum ist Nachhaltigkeit kein Trend, sondern eine logische Konsequenz, eine Lebenseinstellung?

Die Frage ist an dieser Stelle: Wie definieren wir Trend? Wenn wir das etwas oberflächliche modegeprägte Gefühl, welches das Wort „Trend“ in uns auslöst, ausblenden und beispielsweise die Definition aus Wikipedia zugrunde legen: „Ein Trend (von engl. to trend ‚in einer bestimmten Richtung verlaufen‘ bzw. ‚drehen‘ oder ‚wenden‘) ist ein Instrument zur Beschreibung von Veränderungen und Strömungen in allen Bereichen der Gesellschaft.“ Das heißt also, dass Nachhaltigkeit definitiv ein ungebrochener Trend ist. Was aber wesentlich elementarer ist, ist die fundamentale Erkenntnis, die diesem Trend zugrunde liegt. Kommen wir doch aus einer Historie, in der oftmals der Preis das wesentliche Element für den Wert des Produktes darstellt. So hat sich doch in Teilen gezeigt, dass das ausschließlich ökonomische Wachstum als das Maß der Dinge heute nicht mehr gilt. Vielmehr begreifen und erleben wir, dass die einseitige Orientierung auf rein ökonomische Zielstellungen wie Wachstum und Ertrag ihre Grenzen in der moralischen Vorstellung hat und eine neue Dimension der Wertorientierung die Gesellschaft durchdringt. Diese führt dann im übertragenen Sinne auch zu Fragen wie: Was ist in diesem Produkt enthalten, wo wurde es, unter welchen Bedingungen, von wem produziert? Die Antworten darauf bestimmen heute zunehmend auch den Wert des Produktes neben dem reinen Produktpreis. Diese Denkweise wiederum führt zu einem anhaltenden Trend der Nachhaltigkeit.

 

Was macht für Sie ein nachhaltiges Produkt aus?

Das kann man von verschiedenen Faktoren abhängig machen, aber für mich persönlich sind insbesondere die Aspekte Langlebigkeit des Produktes, schonender Ressourceneinsatz bei der Herstellung, Verwendung nachhaltiger Materialien, Herstellung in Deutschland, Recyclingfähigkeit des Produktes - in diesem Zusammenhang natürlich auch Schadstofffreiheit – von Bedeutung.

 

Wie sieht der Produktlebensweg Ihrer Markenpflanzgefäße konkret aus?

Wir fertigen unsere Produkte hauptsächlich aus sho:shee. Hierfür nehmen wir feingemahlenen Walnussschalen, ein Überbleibsel“ aus der Lebensmittelindustrie, sowie recycelten Kunststoff und mischen diesen auf Wunsch mit neuem Kunststoff und Farbpigmenten. Daraus fertigen wir unsere Gefäße. Wenn sie irgendwann nicht mehr benötigt werden, können diese kostenlos über unseren Rücksendeservice an uns zurückgeschickt werden. Wir reinigen diese, dann werden sie feingemahlen und anschließend wieder unseren Produkten als Recyclingmaterial zugesetzt.

 

Was bedeutet sho:shee®? Was ist für Sie das Faszinierende an diesem Werkstoff?

Sho:shee ist zum einen eine wohlklingende Namenskreation, die den Firmennamen mit dem doppelten ee aufgreift. Aber eigentlich ist sie durch die schwäbischen Wurzeln meines Mannes inspiriert, denn wie auch anders soll man etwas nennen, das einfach nur schön ist. „Des isch scho schee“, sagt man dann im Süden Deutschlands. Sho:shee ist ein Biowerkstoff für die Sinne, das bedeutet sehen, riechen und fühlen. Die fein gemahlenen Walnussschalen verströmen einen einmaligen Holzgeruch. Die Naturfasern verteilen sich ähnlich dem Sand am Meeresboden, so dass jedes Produkt über eine einzigartige und individuelle Maserung verfügt. Darüber hinaus verfügt sho:shee über sehr gute Materialeigenschaften. Es kombiniert die Vorzüge eines Kunststoffes wie Frostbeständigkeit, geringes Gewicht und Stoßfestigkeit mit den optischen und haptischen Eigenschaften eines Naturmaterials.

 

Wie viele Arbeitsschritte sind für die Fertigung eines Pflanzgefäßes erforderlich?

Zuerst mischen wir das Material je nach Kundenwunsch. Hier kommen Farbpigmente, sho:shee und neuer oder recycelter Kunststoff zusammen. Diese Mischung geht dann zu einem unserer Lohnrotierer, bei denen unsere Produktwerkzeuge/ Formen liegen. Dort wird es in unsere Form gefüllt und geht in einen Ofen und anschließend in verschiedene Kühlkammern. Jedes Produkt ist mindesten 60 Minuten auf der Maschine und wird in Handarbeit entformt, anschließend von Hand nachbearbeitet und verpackt. In jedem einzelnen Produkt stecken also mehrere Stunden Arbeit. Wenn wir eine individuelle Farbe für den Kunden einstellen, werden hier aus Stunden schon auch mal Wochen.  

 

Wo liegt für Sie Ursprung und Wesen der Kreativität? Und welche Bedeutung hat das für Ihre Arbeit?

Bei mir schlägt meistens die Kreativität zu wenn ich die Lösung für ein Problem suche oder wenn ich Grundsatzfragen stelle. So kam es auch zur Materialentwicklung. Ich hatte mich gefragt, warum die praktischen Kunststofftöpfe so unschön plastisch aussehen und warum die Tongefäße so unpraktisch vom Material her sind. Kann man das nicht besser lösen und vor allem auch nachhaltig? Das war die Grundsatzfrage, aus der dann nach ein paar Jahren sho:shee wurde.

 

Welche unterschiedlichen Formen der Kreativität beeinflussen Sie?

Wie gerade geschildert: zum einen die problemlösende Kreativität, aber natürlich auch bei der Gestaltung der Produkte die reine ästhetische Kreativität.

 

Weshalb braucht eine innovative und nachhaltige Gesellschaft Menschen, die kreativ und selbstbestimmt sind?

Weil wir sonst wahrscheinlich alle nur noch industriell hergestellte Speisen essen, die Kleidung von Textilketten tragen und die gleichen Zeitungen lesen. Spaß beiseite, ich denke, nicht alle Menschen haben die Möglichkeit zu wählen, weil es finanziell nicht möglich ist, in dem gewünschten Maße selbstbestimmt zu sein. Ich denke auch, wenn mehr Unternehmen ihre Produkte hier produzieren würden und ihre Mitarbeiter ordentlich bezahlten, würde es mehr Menschen geben, die selbstbestimmt und nachhaltig leben könnten. Wenn Menschen hier und da verzichten und weniger in einer besseren Qualität kaufen würden, wäre die Lebensqualität in Summe viel höher. Für die anderen, die sich eine Selbstbestimmtheit in ihren Entscheidungen leisten können, ist es unabdingbar, dass es Produkte gibt, die authentisch und nachhaltig sind. Es hilft mir ja nichts, wenn ich mein Geld ausgeben möchte und überall nur Produkte finde, die nur ein bisschen ‚Made in Germany sind‘ oder reine Marketingkonstrukte. Wenn sich am Anfang ein paar und später immer mehr Menschen diese nachhaltigen und authentischen Produkte leisten können, dann kann sich auch in der Gesellschaft langfristig etwas ändern. Wenn alle immer nur billig und viel wollen, dann wahrscheinlich nicht.

 

Um eine gute Botschafterin Ihrer Produkte zu sein, muss die eigene Markenidentität von den Kunden zunächst verstanden und verinnerlicht worden sein. Was macht Ihren „Markenkern“ aus?

Nachhaltigkeit, Individualität und Authentizität.

 

Welche Bedeutung hat für Sie das Qualitätssiegel „Made in Germany“?

Eine sehr hohe, und ich wünsche mir, dass es noch viel mehr Produkte mit diesem Zeichen gibt und diese auch vollumfänglich hier hergestellt werden. Es bedeutet doch, dass wir unsere Region unterstützen, dass wir Arbeitsplätze schaffen und die hier geltenden Normen und Rechte einhalten. Das ist doch eine ganz tolle Voraussetzung für ein gutes Produkt. Ich wünsche mir mehr Produkte, die von Erwachsenen hergestellt werden und in Fabriken, wo die Arbeitssicherheit auch mal vorbeischaut, oder die nicht exorbitant schadstoffbelastet sind. Natürlich möchte ich nicht sagen, dass für alle ausländischen Produkte automatisch der Umkehrschluss gilt.

 

Niemand stellt heute noch die Bedeutung von Design für wirtschaftlichen Erfolg ernsthaft in Frage. Doch weshalb zögern Unternehmen noch häufig, Design langfristig als nachhaltiges und effektives Innovationsinstrument einzusetzen?

Ich denke, dass viele mittelständische Unternehmen zufrieden und erfolgreich ohne jeglichen Anspruch auf ein besonderes Design arbeiten. Und das ist auch gut so. Andere haben Design als Differenzierungsmerkmal für sich begriffen und gekonnt umgesetzt und können sich so besser am Markt positionieren, weil die Produkte anders vom Kunden wahrgenommen werden. Manchmal ist es auch der Inhaber oder Geschäftsführer, der selber einfach Freude an schönen und zweckmäßig designten Produkten hat. Für mich ist ein gutes Produktdesign sehr wichtig, um die Funktionalität zu gewährleisten und natürlich auch, um Freude an der Schönheit des Produktes zu haben.

 

Welche Fähigkeiten brauchen wir, um unsere Welt als Lebensraum zu erhalten und zugleich allen Menschen die Chance zur Erfüllung ihrer Bedürfnisse in Gegenwart und Zukunft zu ermöglichen? Welche Rolle spielt dabei das Unternehmertum?

Allen voran steht erst einmal die Erkenntnis dass es etwas zu erhalten gilt und anschließend, dass jeder tatsächlich aktiv etwas tun muss, dass gegebenenfalls über das reine „Besprechen der Lage“ hinausgeht. Und im Kleinen heißt das, an vielen Stellen etwas zu vermeiden und Ressourcen zu schonen - sei es jetzt Abgase, Müll, Strom, Wasser etc. Unternehmen können das Gleiche in einem Größeren Maßstab tun. Darüber hinaus können sie den Mitmenschen durch die eigenen Maßnahmen, die sich auch sehr gut vermarkten lassen, wiederum bewusstmachen, dass jeder etwas tun muss. So kann sich ein kollektives Bewusstsein herausbilden - und alle machen mit. Das Gleiche gilt leider auch im Umkehrschluss.

 

Erich Kästners berühmter Satz »Es gibt nichts Gutes / außer: Man tut es.« verkörpert nicht nur das Motto, dass man nicht nur über die guten Dinge reden, sondern sie auch in die Tat umsetzen soll. Welche Bedeutung hat diese Aussage für Sie? Erfährt der Mensch erst durch die „Tat“ seine Menschwerdung, indem er all seine Möglichkeiten einbezieht?

An erster Stelle stehen natürlich die Reflektion einer Situation und somit auch das Reden darüber. Aber diesen Zustand sollte man auch irgendwann verlassen und zur Tat schreiten und zwar mit messbaren Aktionen. Viele Dinge lassen sich nicht von heute auf morgen umsetzen, aber mittelfristig in jedem Fall.

 

Woher beziehen Sie Ihre Kraft und Kreativität als Unternehmerin: aus einem gut strukturierten Umfeld oder aus sich ändernden Situationen?

Definitiv aus beidem. Ich bin ein sehr strukturierter und eher analytisch geprägter Mensch. Das ist sozusagen meine Basis. Ich muss erst einmal aufräumen und alles weggearbeitet haben und den Kopf freihaben, um dann in einen kreativen Prozess einzusteigen. Dem Anstoß für die kreativen Phasen geht aber in der Regel ein Impuls von außen voran oder eine geänderte Situation. Oder es ist tatsächlich einfach Freiraum da, mal querzudenken, was aber wieder Aufräumen und Abarbeiten voraussetzt.

 

Welche Bedeutung haben für Sie Gärten?

Wenn ich jetzt an meinen Garten denke, dann als Ort der Freiheit, der Entspannung und Besinnung. Ich habe eine große Freude an der Schönheit der Stauden und Gehölze und mag die Gerüche bei mir im Garten sehr und die Blühfolgen durch die einzelnen Jahreszeiten. Natürlich ist mein Garten auch ein Ort des Schaffens - und das ist nicht im künstlerischen Sinne zu verstehen, es gibt einfach immer etwas zu tun, und auch das mag ich meistens gerne. Weil es auch bedeutet, bei einer sinnvollen Tätigkeit die Gedanken mal schweifen lassen zu können.

 

Lehren Gärten nicht auch, den Dingen ihre Zeit zu lassen und warten zu können, ohne selbst untätig zu sein?

Definitiv. Ich hatte bei dem Bau unseres Hauses viele alte Pflanzen umgesetzt, damit sie die Bauzeit überstehen. Auch musste ich fast drei Jahre warten, bis die Pfingstrosen wieder geblüht haben. Und so habe ich Beete, die erst jetzt nach fast fünf Jahren richtig schön sind. Und viele Gehölze wachsen in den ersten Jahren im Zeitlupentempo, und irgendwann legen sie dann den Turbo ein. Es ist wie bei vielen Dingen im Leben: Manches braucht einfach Zeit, um gut zu werden oder zu reifen, und es lässt sich partout nicht beschleunigen. In der heutigen Welt, wo sich fast alles in Unermessliche beschleunigt hat, ist es eigentlich auch schön zu sehen, dass es etwas gibt, was dem widerspricht und, dass permanentes schnelles Wachstum und Geschwindigkeit wohl doch nicht der natürliche Kreislauf und Rhythmus vieler Dinge sind.

 

Was bedeutet für Sie „nachhaltiger Erfolg“?

Positives Kundenfeedback, Weiterempfehlungen durch Kunden, kontrolliertes Wachstum, zufriedene Mitarbeiter, die Möglichkeit, sich in sozialen und nachhaltigen Projekten zu engagieren.

 

Weshalb ist es wichtig, im Kleinen etwas zu bewegen, wenn wir im Großen machtlos sind?

Da fallen mir so viele Zitate ein, die alle passen würden. Egal wie weit der Weg ist, man muss den ersten Schritt tun oder: „Steter Tropfen höhlt den Stein“, „Ein Sandkorn macht noch keinen Strand, ist aber ein guter Anfang oder, oder, oder…“ Was wäre denn, wenn keiner die Idee denken würde, es könnte sich etwas ändern oder verbessern, wenn niemand den Mut hätte, den ersten Schritt zu tun? Aus meiner eigenen Vergangenheit in einem großen Unternehmen kann ich schon sagen, dass große Unternehmen oder Wirtschaftseinheiten sehr viel langsamer und unflexibler sind als einzelne Individuen. Das ist halt auch nicht anders als bei den Schiffen und kleinen Motorbooten. Bis sie einen großen Tanker gestoppt oder gewendet haben, geht einfach Zeit ins Land – viel Zeit. Und daher ist es essentiell, dass die, die es können, den ersten Schritt machen und etwas verändern. Und wenn dann irgendwann der eine oder andere Tanker dazu stößt – prima!

Das Interview führten Dr. Alexandra Hildebrandt und Hauke Schwiezer