Miguel Escosa Jung

Miguel Escosa Jung, geboren 1971 in Gelsenkirchen, lebte während seiner wechselvollen Kindheit und Jugend in Deutschland und Spanien. Seine berufliche Laufbahn führte ihn nach Abschluss seiner Ausbildung zum staatlich geprüften Gestalter in Frankfurt am Main als Layouter in die Verlagswelt und schließlich in die Werbebranche. Bereits in frühen Jahren lebte er seine Kreativität nicht nur in den graphischen Künsten, sondern auch als Texter aus. Escosa Jung lebt und arbeitet bei Frankfurt am Main und ist Vater von drei Kindern. Seit dem 31.12.2013 ist er Betreiber der Plattform „Magazin für Restkultur“.


Magazin für Restkultur

Hervorgegangen ist das Magazin für Restkultur aus der Idee, Konzepte und Projekte vorzustellen, die zeigen, wie vielfach positiv vermeintliche „Reste“ genutzt werden können. Zahlreiche Upcyling-Projekte werden auf der Plattform daher ebenso präsentiert wie künstlerisch inspirierte Restverwertungsideen. Einen kritischen Blick wirft das Magazin allerdings auch auf Reste, denen ein gewisses Konfliktpotential innewohnt. Stellvertretend seien hier das eine knappe Drittel Lebensmittel erwähnt, das weltweit jährlich ungenutzt auf den Müll landet oder in den Weltmeeren treibende Kunststoffreste, die zu erheblichen Problemen in den dortigen Ökosystemen führen. Magazin für Restkultur versteht sich allerdings nicht als moralisch-mahnende Instanz, sondern als ein „Resteverwertungsbecken“, in dem auch beispielsweise Kultur- und Sprachreste Erwähnung finden oder ein philosophischer Restediskurs möglich sein wird. Und zwar aus der Überzeugung heraus, dass der Rest mit einer gewissen Uneindeutigkeit und Ambivalenz behaftet ist.

Zu Wort kommen lassen wir aber namhafte Experten, die den aus ihrer Sicht erforderlichen Umgang mit Resten in kultureller, sozialer, wirtschaftlicher und ökologischer Hinsicht erklären. Ausgelegt ist Magazin für Restkultur auf eine Gesamtlaufzeit von genau zehn Jahren, um sich dann ebenfalls zum Rest zu erklären. Zehn Jahre sind dabei nicht nur der ungefähre Zeitraum, den heute erstandene Elektronikartikel brauchen werden, um auf hiesigen Deponien oder als illegale Ausfuhren nach Afrika zu gelangen. Darüber hinaus verhilft das selbst gesetzte „MHD“ zu einem konzisen und fokussierten Umgang mit der Restethematik. Neben der eigentlichen Plattform soll es außerdem ein bis zehn sehr unterschiedliche Printausgaben geben, die nach dem Crowd-Founding-Prinzip finanziert werden. Verzichten will Magazin für Restkultur allerdings auf Anzeigen oder Werbebanner – Kooperationen, die das bislang noch gänzlich selbst finanzierte Projekt unterstützen, ist man aber bereit einzugehen.

Magazin für Restkultur | www.magazin-restkultur.de

Stand: Mai 2014