Nicole Simon

Nicole Simon ist eine deutsche Fotografin und Künstlerin. Sie absolvierte eine klassische Ausbildung zur Fotografin im Atelier und beendete diese im Anschluss mit dem Meistertitel der Fotografie. Neben zahlreichen Auftragsarbeiten für renommierte Firmen im In- und Ausland folgt 2004 der Bildband „Töne Mannheims“, der in über 100 s/w Portraits die lebendige Musikszene der Quadrate Stadt vorstellt. Zum 400-jährigen Jubiläum der Stadt portraitierte sie die „Gesichter Mannheims“ (2007): vom Manager Jochen Zeitz, Herr Dr. Jürgen Schwiezer, ehemaliger Vorstandsvorsitzender der Roche Diagnostics GmbH, über Schauspieler, Uwe Ochsenknecht bis hin zum Weltstar Opernsängerin, Anneliese Rothenberger und Sänger, Xavier Naidoo, wurden die Persönlichkeiten in diesem Werk zusammengefasst.

Ihr Bildband „Metropolregion Rhein-Neckar“ (2009) zeigt ebenfalls Portraits namhafter Persönlichkeiten aus Wirtschaft, Wissenschaft, Sport, Kunst und Kultur, darunter Mäzen und Unternehmer, Dietmar und Daniel Hopp, Unternehmer, Manfred und Stefan Fuchs (Fuchs Öl), Manfred Lautenschläger, ehemaliger Vorstandsvorsitzender der MLP, sowie der ehemalige Aufsichtsratsvorsitzende der BASF SE, Dr. Eggert Voscherau, Weltraumforscherin und Astrophysikerin, Dr. Hanna von Hörner, Nobelpreisträger, Prof. Harald Zur Hausen, Prof. Klaus Hekking, Vorstandsvorsitzender des Wissenschaftsstandorts Science Tower der SRH Heidelberg, Prof. Dr. Dr. h.c. Christian Homburg, Betriebswirtschaftslehre und Marketing der Universität Mannheim,  Prof. Bernhard Eitel, Rektor der Universität Heidelberg, Dr. Hans-Wolfgang Arndt, Rektor der Universität Mannheim, Filmproduzent, Nico Hofmann,  Olympiasieger, Matthias Steiner, Tennis-Legende, Boris Becker, Fernsehmoderatorin, Christine Westermann u.v.m., sowie zahlreiche Landschaft-Portraits.

Zu den wichtigsten Ausstellungen von Nicole Simon gehören „Töne Mannheims“ (Popakademie Baden-Württemberg, 2004), „Töne Mannheims, Klang der Quadrate“ (Mannheim, Berlin, Köln, München, 2007), „Gesichter Mannheims“, Einzelausstellung (Kunsthalle Mannheim, 2007), „Stars & Cars“ (Mercedes-Benz-Museum Stuttgart, 2014), Nicole Simon – Einzelausstellung „Highlights“ - Landschaftsportraits der Metropolregion Rhein-Neckar (Museum Zeughaus der Reiss-Engelhorn-Museen Mannheim, 2015 – 2017). Zu ihren Bildbänden gehören u.a. „Nicole Simon Photography – Töne Mannheims“ (2004), „Nicole Simon Photography – Gesichter Mannheims“ 2007, „Nicole Simon Photography – Metropolregion Rhein-Neckar“ (2009). Zudem schuf sie zahlreiche Kalender für die teNeues Verlagsgruppe.

Ihre Kunstinitiative, das Charity- Kalenderprojekt „HEAR IT! 2017 - Hören heißt dazugehören“, unterstützt die Hörgesundheit und wurde auf der Frankfurter Buchmesse 2016 präsentiert.

Weitere Informationen: www.nicolesimon.com

Foto und Copyright: Nicole Simon

 

Werte der Gesellschaft in Bildern: „Fotografie endet nicht beim Handy-Selfie…“

Interview mit der Fotografin Nicole Simon
 

Frau Simon, was sind für Sie Werte des vernünftigen Handelns der Gesellschaft?

Ehrlichkeit, Vertrauen, Achtsamkeit, Respekt, Würde, Verständnis, Toleranz, Liebe, Zusammenhalt, Glaube, Stärke, Kreativität solche fundamentalen Dinge.

Wie bringen Sie diese Werte auf künstlerische Weise Menschen näher?

Ich versuche meine Wahrnehmung und die daraus entstehenden. Empfindungen, Emotionen in meinen Bildern auszudrücken und Menschen zu inspirieren.

Welche Bedeutung hat Fotografie im Digitalisierungs- und Komplexitätszeitalter?

Die Bedeutung des ehrlich, authentisch gezeigten Bildes ist damit noch weiter gestiegen und hat an Anerkennung gewonnen. Es macht die Fotografie noch bedeutungsvoller, wertvoller aber auch gefährlicher, da sehr schnell etwas verfälscht gezeigt werden kann.

Weshalb können und dürfen wir auf professionelle Fotografinnen und Fotografen nicht verzichten?

Fotografie endet nicht beim Handy-Selfie, sondern geht noch viel weiter. Die Qualität eines professionellen Fotografen ist mit nichts zu ersetzen. Er hat durch seine Ausbildung und somit der nötigen Expertise das Handwerkszeug, dem Bild die Intention zu verleihen die er sich vorgestellt hat. Man muss dazu die umfangreiche Technik beherrschen aber natürlich auch das Gefühl und Auge für den kleinen wichtigen magischen Moment haben.

Was macht Ihre eigene Wertevorstellung aus?

Ich lege großen Wert auf Vertrauen und Ehrlichkeit, dabei spielt die Transparenz eine enorme Rolle. Alles basiert auf der Basis des Vertrauens und auch des nötigen Respekts. Aber auch die Geradlinigkeit und die Verantwortung dahinter sind mir fundamental wichtig. Man sollte mit dem, was man tut, ernsthaft und gewissenhaft umgehen und versuchen ein Vorbild zu sein, wenn es auch schwieriger wird. Dabei sind Teamgeist und der nötige Zusammenhalt besonders wichtig für mich.

Inwiefern drückt sich dies in Ihren Projekten aus?

Es fließt sicherlich von allem etwas mit hinein, denn am Ende des Tages ist es eine künstlerische Arbeit, die mit viel Seele und Emotionen umhergeht, die eine gewisse Tiefe und Inhalt vermitteln sollte. Derzeit arbeite ich an einem anspruchsvollen Buch und Kalenderprojekt.

Wie kann heute dem Verfall persönlicher und gesellschaftlicher Werte entgegengewirkt werden?

Das Ziel ist, rechtzeitig und nachhaltig darauf aufmerksam zu machen, die Menschen dafür gemeinsam positiv zu sensibilisieren. Als Künstlerin habe ich die wundervolle Möglichkeit dieser verantwortungsvollen Aufgabe mit meinem neuen Kalender Projekt nachzukommen.

Der Kalender EMOTIONS dient der Intention an ideelle Werte zu glauben und daran anzuknüpfen, um ein vernünftiges Handeln nicht zu verlieren. Alles wird von unserem Kopf und den Gedanken aus gesteuert, deswegen ist eine positive Grundeinstellung fundamental wichtig. Das Kalenderprojekt soll diese Werte der Gesellschaft auf künstlerische Weise beschreiben und näher bringen.

Was hilft Menschen in einer komplexen Welt, die richtigen Entscheidungen zu treffen?

Ich denke gerade jetzt es ist sehr wichtig Menschen eine positive Orientierung zu geben. Der Kalender soll in einer immer unüberschaubarer werdenden Welt dabei helfen, bei wichtigen Entscheidungen vielleicht die nötige positive Einstellung durch meine Bilder und deren Aussage zu liefern. Dabei spiegeln die Landschaftsportraits durch die Reflexion meiner persönlichen ideellen Ansichten diese Werte wider.

Werte wie Vertrauen, Respekt, Achtsamkeit, Freiheit, Frieden, Gleichheit, Stärke, Zusammenhalt, Liebe, Vernunft, Unterstützung, Herausforderung, Verständnis, Kreativität und der Glaube.

Welche Rolle spielt dabei der Glaube?

Er ist für mich das Fundament, der positive Grundstein, der alles trägt und auf dem alles weiter aufbaut - dieser alleine kann Berge versetzen. Wichtig dabei ist, mit aller Überzeugung und Kraft daran zu glauben und niemals aufzugeben.

Das Interview führte Dr. Alexandra Hildebrandt

Stand: August 2017