Peter Hartung

Peter Hartung wurde am 17. 01.1964 in Mannheim geboren.
Nach seiner Ausbildung zum Netzwerker und Softwareentwickler 1998 gründete er als geschäftsführender Gesellschafter sein erstes Unternehmen XWEB GmbH. Ab dem Jahr 2002 folgten Stationen als geschäftsführender Gesellschafter bei QuintX GmbH und Reinshagen & Hartung GmbH, bevor er im Jahr 2009 gemeinsam mit Tino Latzko SCREENDAY Productions GmbH in Neustadt an der Weinstraße gründete.
Die Agentur ist spezialisiert auf 3D, Postproduction, interactive Media und arbeitet für Kunden im In- und Ausland. Neben zahlreichen weiteren Preisen für seine kreativen Fähigkeiten hat Peter Hartung u.a. mehrere red Dot und IF Design Awards gewonnen. Sein gesellschaftliches Engagement ließ ihn auch die Website für den Kaiserdom in Speyer kreieren, die er ebenso pro bono betreut wie die Website der Gesichter der Nachhaltigkeit. Herr Hartung ist auch aktives Mitglied des Gedankenwerk2, einem Beraterkreis der Stadt Mannheim.
In seiner Freizeit fährt Peter Hartung Ski, Motorrad, reist gerne, macht Musik und sieht mit Leidenschaft Filme.

Weitere Informationen:
www.screenday.de
www.kaiserdom-virtuell.de


Wenn Sie den Begriff Nachhaltigkeit hören, womit bringen Sie diesen zunächst in Verbindung?

Nachhaltigkeit bedeutet für mich, nicht nur an das Jetzt und Hier zu denken. Auf die Zusammenarbeit in unserer Wissensgesellschaft bezogen, gilt es eigenes Know-how und Erfahrungen nachhaltig an Jüngere weiterzugeben und nicht aus falsch verstandenem Konkurrenzdenken für sich zu behalten.

Sie verstehen Nachhaltigkeit demnach nicht nur als ökologisches Thema?

Absolut, Nachhaltigkeit ist weit mehr als nur ein ökologisches Thema. Mir geht es darum, Mut zu machen. Wir sollten uns viel nachhaltiger trauen, etablierte Denkansätze oder Projekte auch mal unkonventioneller anzugehen. Bei Screenday Productions sind wir deshalb immer auf der Suche nach jungen kreativen Köpfen, die keine Angst vor Neuem haben. Und die es auch mal wagen, bewusst die eine oder andere Grenze zu übertreten, um ihrer Kreativität freien Lauf zu lassen. Denn wer steht, macht keine Fortschritte. Nachhaltig mehr Spaß und Erfahrung bringt es, dem Schwarm voraus zu schwimmen.

Als kreativer Kopf sind Sie für die Erstellung der Website www.gesichter-der-nachhaltigkeit.de verantwortlich. Welche Gedanken lagen dieser Plattform bei Konzeption und Umsetzung zu Grunde?

Wir wollten mit der Plattform sprichwörtlich jedem die Möglichkeit geben, ein Teil des Ganzen zu werden. Ein nachhaltiger Beitrag kann ein Statement oder Interview, eine Geschichte, ein Audiotrack oder ein Video sein. Der Reiz ist es, vollkommen unterschiedliche Menschen anzusprechen und zum Nachdenken und Mitmachen zu motivieren. Der Gedanke, dass damit eine ganz neue Nachhaltigkeit entsteht, die sich weiter vernetzt und neue Ideen integriert, fasziniert mich besonders.

Weshalb spielt Emotionalisierung so eine große Rolle bei Ihrem Schaffen?

Emotionen bewegen die Seelen von uns Menschen. Es sind Emotionen, die dich lachen oder weinen lassen. Je besser wir die Emotionen eines Menschen ansprechen, desto erfolgreicher ist die Wirkung, die beispielsweise eine Homepage oder ein Filmprojekt hervorruft.

Die Unterhaltung einer solchen Website mit der grafischen Bearbeitung "neuer" Gesichter der Nachhaltigkeit und dem technischen Support erfordert viel Arbeit. Sie tun dies ehrenamtlich. Was treibt Sie dazu an?

Bei Screenday Productions haben nicht allein unsere Kunden Pioniergeist, wir haben es auch. Wenn wir ein Projekt umsetzen, dann tun wir das grundsätzlich nur, wenn unsere Ideen einfliessen können und wir etwas bewegen. Uns geht es darum, die richtigen Botschaften rüber zu bringen. Ein schönes Beispiel für unser ehrenamtliches Engagement ist auch www.kaiserdom-virtuell.de.

Auch den Videoclip zu "Tu Es!", dem Song zu "Gesichter der Nachhaltigkeit", werden Sie mit Ihrem Geschäftspartner Tino Latzko erstellen. Weshalb wird gesellschaftliches Engagement auch für mittelständische Unternehmen wie Screenday Productions heute immer wichtiger?

Zunächst mal sind wir ja ein Video- und Post-Productionsstudio und tun das, was wir am besten können. Musik ist ein bedeutender Faktor beim Film, der meist mehr als die Hälfte der Stimmung ausmacht. Tino und ich haben beide schon früher Musik gemacht und tun es heute noch. Die Musiken unserer Projekte sind nicht einfach aus der Dose gezogen, nur damit was vertont ist. Die Bedeutung der Musik ist nicht allen bewusst! Darüber hinaus finden wir das Projekt einfach cool. Es macht Spaß, viele sehr kreative Köpfe zu treffen und Teil eines nachhaltig Ganzen zu sein.

Welche gesellschaftlichen Themenfelder auf dem Wege zu mehr Nachhaltigkeit würden Sie gerne beschleunigt sehen?

Mehr machen, und manchmal weniger reden. Heutzutage trifft man viele, die Angst vor dem eigenen Standpunkt haben. Als Entscheider muss man auch mal vor dem Schwarm schwimmen und den eigenen Ideen freien Lauf lassen. Wer kreativ ist und Dinge ausprobiert, darf auch mal Fehler machen. Leider verschwinden in unserer Gesellschaft viele gute Ideen auf dem Entscheidungsweg. Wenn nur einige Prozent davon weiter verfolgt würden, könnten wir nachfolgenden Generationen möglicherweise eine lebenswertere, menschlichere und auch ökologischere Welt überlassen.

Wie prägt Ihre nachhaltige Denkweise Ihr Verhalten in Ihrem Privatleben?

Gerade in unserem Beruf sind die Grenzen zwischen Berufs- und Privatleben oft fließend. Den hohen Anspruch an meine eigenen Wert- und Moralvorstellungen habe ich im Umgang mit meinen Freunden, aber auch im geschäftlichen Umgang miteinander.


Was zeichnet Ihre "Handschrift" aus? Was soll als Botschaft von ihr bleiben auf diesem Planeten?

Triff lieber mal eine falsche, als gar keine Entscheidung. Denn sobald du notwendige Entscheidungen aufschiebst, bist du eine Feder im Wind und nicht der Fels in der Brandung!