René Sturm

René Sturm, Jahrgang 1967, ist seit Mai 2012 Geschäftsführer der ENTEGA Privatkunden GmbH & Co. KG., Vertriebstochter der HEAG Südhessische Energie AG (HSE). Der Diplom-Kaufmann René Sturm hat an der Johann- Wolfgang-Goethe-Universität in Frankfurt Betriebswirtschaftslehre mit den Schwerpunkten Marketing, Industriebetriebslehre und Umweltökonomie studiert. Bevor er zur HSE kam, arbeitete er in unterschiedlichen Positionen im Vertrieb des Sportartikelunternehmens adidas. Im HSE-Konzern hatte Sturm seit 2006 verschiedene Führungspositionen inne und war mit Aufga- ben in drei Vorstandsbereichen betraut. Unter anderem war er Geschäfts- führer der HSE-Stiftung und Leiter des Bereichs Regionalmanagement & Gremien. Zu seiner Geschäftsführertätigkeit bei ENTEGA leitet Herr Sturm seit August 2012 das HSE-Projekt »Green Region«, was den Schwerpunkt des Ausbaus von Energieeffizienzdienstleistungen mit dem Ziel CO2 Redu- zierung verfolgt. Dabei soll die Region Rhein-Main-Neckar zu einer Vorzei- geregion bei der Bündelung von ökonomischen, ökologischen und regionalen Kräften entwickelt werden. René Sturm ist verheiratet und hat zwei Söhne.

Weiterführende Informationen:
www.entega.de

 

 

Mit grünen Ideen schwarze Zahlen schreiben

Vom klassischen Energieversorger
zum nachhaltigen Energiedienstleister

Kaum eine andere Branche hat einen solch tiefgreifenden Wandel und dynamische Veränderungen erlebt wie die Energiewirtschaft. Bis zur Liberalisierung des Strommarktes im Jahre 1998 hatten die monopolistisch organisierten Energieversorger den Markt unter sich aufgeteilt und erwirtschafteten stabile Gewinne – ohne Innovationsdruck und ohne ökologische Veränderungsbereitschaft. Die Behäbigkeit vieler Unternehmen rächte sich: Die Öffnung des Marktes und die knallharte Konkurrenz zwangen zu einem radikalen Umdenken. In Zukunft werden Energieunternehmen mehr denn je gefordert sein, neue Geschäftsfelder zu erschließen und ihre Wertschöpfungskette auszubauen.

Eine Strategie zu erarbeiten und erfolgreich umzusetzen, die angesichts des sich verändernden Marktes und wachsender Anforderungen langfristig in die Zukunft trägt, war und ist die Herausforderung für die HSE und ENTEGA. Wir können heute stolz sagen, dass uns der Wandel vom klassischen Regionalversorger zum nachhaltigen Energiedienstleister als einem der ersten Unternehmen in der deutschen Energiewirtschaft gelungen ist. Konsequent verfolgen wir dabei unseren strategischen Dreiklang »CO2 vermeiden, vermindern und kompensieren«. Die HSE ist heute mit ihrer Vertriebstochter ENTEGA nach Kundenzahlen der zweitgrößte Ökostromanbieter und mit Abstand der größte Anbieter klimaneutralen Erdgases in Deutschland. Auf unserem Erfolg ruhen wir uns nicht aus: Nächster Schritt in der Konzernstrategie von HSE/ENTEGA ist es, umfassend das gewaltige Feld der Energieeffizienzdienstleistungen zu erschließen und die Region Südhessen mit der Initiative »Green Region« zum Vorreiter der Wertschöpfung in diesem Bereich zu machen.

Die ENTEGA-Erfolgsgeschichte begann 2007. Basierend auf den Erfahrungen der HSE-Konzerntochter NATURpur Energie AG, die bereits Ende der 1990er Jahre den Ausbau erneuerbarer Energien vorantrieb, schuf ENTEGA das Angebot eines wettbewerbsfähigen Ökostrom-Produkts für das Massengeschäft. »First Mover« ist ENTEGA zudem in Sachen Energiewende: Seit 2008 – und somit lange vor den meisten anderen Anbietern sowie der Katastrophe in Fukushima – verzichten wir konsequent auf Atomstrom. Während andere nur über die Energiewende sprechen, handelt die HSE/ENTEGA entschlossen. Unser Ziel ist es, das bisherige System der Energieversorgung grundlegend in Richtung Nachhaltigkeit, Dezentralität und Unabhängigkeit zu verändern. Dieser Aufgabe stellen wir uns ganzheitlich über alle Geschäftsfelder hinweg. Mit der Maßgabe, dass dauerhaft nur Nachhaltigkeit für das Unternehmen, aber insbesondere auch für die Kunden erzielt werden kann, wenn der regenerative Strom zu einem signifikanten Teil aus eigenen Quellen stammt, investiert HSE/ENTEGA bis 2015 über eine Milliarde Euro in Erneuerbare. Ziel ist, ein Viertel des verkauften Stroms selbst regenerativ zu erzeugen.

Die Unternehmensergebnisse der vergangenen Jahre belegen den Erfolg unserer Strategie: Die HSE erwirtschaftet stabile Gewinne. Wir schreiben mit grünen Ideen schwarze Zahlen. Im Jahr 2011 hat ENTEGA über zwei Terawattstunden Ökostrom und mehr als eine Terawattstunde klimaneutrales Erdgas abgesetzt – mehr als jedes andere Unternehmen in Deutschland. Durch Fukushima und den daraufhin entstandenen politischen Konsens der Energiewende hat sich die Marktlage in der Energiewirtschaft grundlegend verändert. Vor diesem Hintergrund ist es unsere Strategie, den von uns erarbeiteten Entwicklungsvorsprung in den Bereichen Klimaneutralität sowie Energieeffizienz zu nutzen. Nicht alle CO2-Emissionen sind vermeidbar. Gleichzeitig ist Klimaneutralität für immer mehr Unternehmen ein wichtiger Wettbewerbsfaktor. Mit der Konzerntochter Forest Carbon Group haben wir das Geschäftsfeld der CO2-Kompensation erschlossen. Diese schafft für Unternehmen maßgeschneiderte Lösungen, indem sie eine Kompensation von Emissionen durch Aufforstung von Waldökosystemen anbietet. Seit ihrer Gründung 2009 hat die Forest Carbon Group über 125.000 Bäume gepflanzt. Experten gehen davon aus, dass rund 40 Prozent des aktuellen Energieverbrauchs in Deutschland durch einen effizienteren Umgang eingespart werden können. ENTEGA bietet nicht nur maßgeschneiderte und alltagstaugliche Lösungen im Bereich Energieeffizienz, sondern kommuniziert darüber hinaus die Verschwendung von Energie offensiv. Vor diesem Hintergrund wurden die ENTEGA-»Denkanstöße« initiiert. Die Schneemann-Demo in Berlin oder das aufsehenerregende Kühlschrank-Iglu »Stromfresser«, das eindrucksvoll die tägliche Energieverschwendung vor Augen führte, fanden große öffentliche Aufmerksamkeit. Mit der im Sommer 2012 aufgelegten Initiative »Green Region« verfolgt HSE/ENTEGA das Ziel, nachhaltiger Wachstumsmotor für die Region Rhein-Main-Neckar zu sein und diese zur Vorzeigeregion der Wertschöpfung durch intelligente, ökologische Energiedienstleistungen zu entwickeln. HSE/ENTEGA dient in diesem Prozess als Netzwerker, um in der Modellregion alle ökonomischen, ökologischen und regionalen Kräfte und Interessen zu bündeln, Kooperationen anzustoßen und den gewaltigen Markt der Energieeffizienz für das eigene Unternehmen, aber auch für Handwerk, Zulieferer, produzierendes Gewerbe und Industrie zu erschließen. Mit dem Projekt »Green Region« konzentrieren wir unsere Anstrengungen auf das Verringern von CO2, unsere Entwicklung zum Energieeffizienzdienstleister steht im Vordergrund. Auch bei der Erschließung dieses neuen Marktes wird HSE/ENTEGA Vorreiter und Wegweiser in der Energiewirtschaft sein. Denn nur Unternehmen, die die Herausforderung annehmen und sich mit ökologischen Innovationen einen Marktvorteil erarbeiten, werden in der dynamischen Energiebranche nachhaltig wirtschaften und so mit grünen Ideen schwarze Zahlen schreiben.