Stefanie Kästle

Stefanie Kästle, geboren 1982, ist zuständig für Qualitätsmanagement, Umwelt und Controlling bei der Mader GmbH & Co. KG. Nach ihrer Ausbildung zur Rechtsanwaltsfachangestellten studierte sie Wirtschaftsrecht an der Hochschule für Wirtschaft und Umwelt in Nürtingen-Geislingen. 2011 begann sie ihre Tätigkeit im Bereich Personal und Controlling bei Mader. Seit Ende 2011 ist sie Qualitäts- und Umweltmanagementbeauftragte. Ergänzend zu ihren zusätzlichen Aufgaben im HR-Bereich (Diversity-Projekte) hat sie sich zum Ziel gesetzt, auch Kunden für das Thema Nachhaltigkeit zu sensibilisieren und diese bei der Erfüllung ihrer Umweltziele zu unterstützen.

Weitere Informationen: http://www.mader.eu/


Was uns als Klimaschutz-Unternehmen auszeichnet

Seit 2014 gehört die Mader GmbH & Co. KG offiziell zu den Klimaschutz-Unternehmen. Im Rahmen der Frühjahrskonferenz der Klimaschutz- und Energie-Effizienzgruppe der Deutschen Wirtschaft am 31. März 2013 in Berlin zeichneten das Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz, Bau und Reaktorsicherheit (BMUB), das Bundesministerium für Wirtschaft und Energie (BMWi) und der Deutschen Industrie- und Handelskammertag (DIHK) das Unternehmen für sein langjähriges und umfassendes Umweltengagement aus. Rita Schwarzelühr-Sutter, Parlamentarische Staatssekretärin im BMUB, überreichte die Urkunde an Peter Maier, der bei uns geschäftsführender Gesellschafter ist. Nur besonders engagierte Unternehmen werden nach intensiver, wissenschaftlicher Prüfung in den Kreis der Klimaschutz-Unternehmen aufgenommen.

Die "Klimaschutz-Unternehmen verpflichteten sich freiwillig zu messbaren und ambitionierten Klima- und Energieeffizienzzielen, verringerten die CO2-Emissionen und leisteten bereits bisher einen herausragenden Beitrag betrieblicher Energieeffizienz bei Produkten, Dienstleistungen und Produktion, konstatiert der Verein. „Die Auszeichnung ist eine große Anerkennung für unser Engagement im Bereich Energieeffizienz und Umweltschutz, aber auch für unsere grundsätzliche Unternehmensphilosophie“, sagte Peter Maier. Er verwies in diesem Zusammenhang auf die wertebasierte Führungskultur, die seine Mitstreiter Werner Landhäußer, ebenfalls Gesellschafter und Geschäftsführer, und Manja Hies, Geschäftsführerin, aktiv umsetzen und vorleben.

Wertebasierte Führung als Basis

Zu den definierten Werten und der grundsätzlichen Haltung der Unternehmensleitung, zählt unter anderem der komplexe Themenbereich Verantwortung. Was bei der Verantwortung für die eigenen Mitarbeiter und das Unternehmen beginne, setze sich im verantwortungsbewussten Handeln für die Gesellschaft und die Umwelt logisch fort. „Nachhaltigkeit ist hier das treffende Stichwort und der Maßstab, an dem wir uns messen lassen wollen.“, meint Werner Landhäußer. Für ihn sind Ökonomie, Ökologie und soziale Verantwortung eine Einheit – genau wie die ganzheitliche Betrachtung der gesamten Druckluftkette, der er selbst und das gesamte Unternehmen sich verschrieben haben.

„Als Lösungsanbieter der energieintensiven Technik Druckluft, sehen wir uns in einer besonderen gesellschaftlichen Verantwortung.“ Denn obwohl der Energieträger Druckluft durch den vergleichsweise niedrigen Wirkungsgrad sehr teuer sei, sei er aus der Industrie und vielen automatisierten Anwendungen nicht wegzudenken. „Unser Ziel ist es, durch die ganzheitliche Betrachtung der Druckluftkette Energieeinsparpotenziale aufzudecken und durch nachvollziehbare Argumentation auch unsere Kunden davon zu überzeugen diese tatsächlich zu nutzen“, fasst Landhäußer zusammen.

Vor der eigenen Türe kehren

Neben diesen nach außen gerichteten Aktivitäten, leistet das Unternehmen seinen Beitrag zur Reduktion des CO2-Ausstoßes auch durch interne Maßnahmen. Wie heißt es so schön: Man muss erst einmal vor der eigenen Türe kehren!. Angefangen bei regelmäßigen Projekten, die die gesamte Belegschaft für ressourcenschonendes Wirtschaften sensibilisieren sollen bis zu klaren Zielvorgaben zur Einsparung von Ressourcen wie Papier, Heizöl, Strom und Benzin – es ist wichtig, hier die Fäden in der Hand zu halten. Dabei ist es wichtig, über entsprechenden Zahlen zu verfügen und aktiv die Zieleinhaltung einzufordern. Jeder einzelne Mitarbeiter kann etwas beitragen. Sei es indem er oder sie weniger ausgedruckt oder im Winter bewusst die Raumtemperatur hinterfragt. Verringerung des CO2-Ausstoßes durch bewusste Anschaffung entsprechender Firmenfahrzeuge, Virtualisierung der Firmenserver, CO2-neutraler Druck von Werbematerialien, klimaneutraler Paketversand und der Bezug von Strom aus 100 Prozent Wasserkraft sind nur einige Maßnahmen die Kästle gemeinsam mit der Unternehmensleitung angestoßen und umgesetzt hat.

Warum wir uns für Klimaschutz und Energieeffizienz engagieren

Nachhaltigkeit ist für uns kein luftleerer Begriff, er impliziert für uns neben der Verantwortung für die eigenen Mitarbeiter, die Gesellschaft auch die Verantwortung für die Umwelt. Nun gilt Druckluft auf der einen Seite als unverzichtbar für die Industrie, auf der anderen Seite ist sie aber auch eine der energieintensivsten Technologien. Daher sehen wir es als unsere Pflicht an, das technisch Mögliche dafür zu tun, die Auswirkungen auf die Umwelt möglichst gering zu halten. Ein wenig beeinflusst auch unsere schwäbische Herkunft unsere Arbeit - zuzusehen, wie in vielen Unternehmen  Energie im Bereich der Druckluftversorgung schlichtweg verschwenden, tut unserer schwäbischen Seele weh.

Meilensteine für die Verbesserung der Energieeffizienz

Mit dem Einstieg in das Umweltmanagement nach DIN ISO 14001  und aktuell  nach 50001 haben wir konsequent den Ist-Zustand analysiert und konkrete Zahlenwerte ermittelt. Wie hoch ist der Papierverbrauch pro Kopf? Wie viel CO2 produzieren unsere Firmenfahrzeuge? Wie hoch ist der Stromverbrauch? Gleichzeitig haben wir analysiert, wo es Optimierungspotenziale gibt und begonnen diese in Angriff zu nehmen. Angefangen mit dem Austausch der Beleuchtung, Virtualisierung unserer Firmenserver und bewusste Auswahl von Firmenfahrzeugen mit reduziertem CO2-Ausstoß.

Unternehmensinternen Erfolgsfaktoren für Effizienzsteigerungen

Viele der festgestellten Optimierungspotenziale waren oder sind abhängig vom Verhalten jedes Einzelnen. Das und die Tatsache, dass wir auch im Tagesgeschäft permanent unsere Kunden für das Thema Energieeffizienz sensibilisieren wollen, macht deutlich, dass unsere Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter bei diesem Thema der Dreh- und Angelpunkt sind. Den Startschuss gaben Schulungen zum betrieblichen Umweltmanagement, gefolgt von Workshops, die unsere Azubis organisierten und das umweltbewusste Verhalten auch im privaten Bereich zum Thema hatten. Vorträge und Seminare zum Thema Energieeffizienz und Umwelt sind seither fester Bestandteil unseres betrieblichen Schulungsplans. Im Rahmen unserer Mitarbeiterinitiativ-teams ermutigen wir außerdem alle aktiv Verbesserungsvorschläge zu dem Thema einzureichen und unterstützen Projekte, die in diesem Zusammenhang initiiert werden. Als Erfolgsfaktor sehen wir auch die regelmäßige und aktive Information der Mitarbeiter z.B. über aktuelle Verbrauchszahlen und das Einbinden in alle Maßnahmen in diesem Zusammenhang.

Als wertvoll hat sich auch die Zusammenarbeit mit externen Partnern herausgestellt. Ohne das Know-how unseres IT-Dienstleisters wäre beispielsweise die Virtualisierung unserer 25 Server  und damit eine Reduzierung des Gesamtstromverbrauchs um zehn Prozent nicht möglich gewesen. Durch unser Engagement im IHK-Energieausschuss und das  Mitwirken in Energiekreisen, die Kooperation mit Energieberatern und der Austausch mit Energiemanagern möchten wir unser Wissen nachhaltig ausbauen und gleichzeitig andere an unserem Wissen teilhaben lassen.

Nachwuchsförderung mit gesellschaftlicher Verantwortung verbinden

Mit unserem Nachwuchsförderprogramm für Auszubildende werben wir um junge Talente und wirken so der sinkenden Zahl der Lehrstellenbewerber entgegen. Die Zahl der Lehrstellenbewerber sinkt beständig. Grund hierfür ist der demographische Wandel, der unter anderem bewirkt, dass immer mehr geburtenschwache Jahrgänge auf den Arbeitsmarkt treffen, während die geburtenstarken Jahrgänge aus dem Berufsleben ausscheiden.

Um auch in Zukunft erfolgreich zu sein und dem Fachkräftemangel entgegen zu wirken, müssen Unternehmen heute schon die Talente von morgen gewinnen. Die Firma Mader erreicht dies mit ihrem Nachwuchsförderungsprogramm für Auszubildende, das als zentrales Thema für die strategische Personalentwicklung besondere Bedeutung hat. Zum Ausdruck kommt dies auch durch die Ausbildungsquote von 14 %.

Während der Ausbildung legt das Unternehmen großen Wert auf die Übernahme von Verantwortung und Eigenständigkeit seiner Auszubildenden. So sind diese beispielsweise für die Präsentation des Unternehmens auf der jährlichen Ausbildungsmesse in Leinfelden-Echterdingen verantwortlich. Bereits im ersten Lehrjahr übernehmen die Auszubildenden der Mader GmbH ein soziales Projekt, das mit einem Spendenaufruf für Hilfsbedürftige abschließt.

„Ziel ist die Vermittlung von methodischen Kompetenzen, insbesondere Präsentations- und Moderationstechniken sowie Sozialkompetenzen. Das Projekt soll dazu beitragen, den Teamgeist zu stärken und die neuen Auszubildenden im Unternehmen zu integrieren. Zusätzlich können wir mit Projekten wie diesen durch die zusätzliche Unterstützung von Bedürftigen, unserer sozialen Verantwortung gerecht werden.“ so Sülbiye Deger, Ausbildungsleiterin bei Mader.

In diesem Jahr lautete das Thema des Projekts: „Umwelt schützen + Geld sparen“. Das Unternehmen ist seit Mai 2012 im Bereich Umweltmanagement nach der DIN 14001 zertifiziert. „Umweltbewusstsein ist für uns nicht lediglich programmatischer Titel, sondern auch Teil unserer täglichen Arbeit.“, so Werner Landhäußer. Bestandteil des Projekts war die Durchführung eines Workshops für alle Mitarbeiter zu den Themen Energie sparen, Abfallentsorgung und der bewusste Umgang mit Wasser. Beim Thema Energie sparen wurden seitens der Mitarbeiter mögliche Einsparpotenziale im Haushalt sowie beim Autofahren erarbeitet. Im Anschluss an den Workshop erhielt jeder Mitarbeiter ein durch die Azubis ausgearbeitetes Handout mit einer Zusammenfassung der Themen.

Im Rahmen der Durchführung eines Umweltschutz- und Energiesparrätsels haben die Auszubildenden zu Spenden aufgerufen. Die Geschäftsleitung zahlte
zusätzlich für jeden eingereichten Rätselbogen einen fixen Betrag, so dass insgesamt ein Spendenbetrag von 600,00 € zusammen gekommen ist. Dieser Betrag wurde an die „arche noVa – Initiative für Menschen in Not“ gespendet, insbesondere für ein Trinkwasserprojekt in Kenia: In Makueni County werden mehrere kleine Sanddämme gebaut, um die Trinkwasserversorgung zu verbessern. Die Gewinnerin des Preisrätsels hat einen Präsentkorb mit verschiedenen Umweltprodukten erhalten. Durch Projekte wie diese können wir nicht nur unsere Auszubildenden fördern und Hilfsbedürftige unterstützen, sondern auch das Umweltbewusstsein im Unternehmen stärken.

Stand: Mai 2014