Thomas Otto Schneider

Thomas Otto Schneider, Jahrgang 1958, arbeitete viele Jahre als Texter und Konzeptioner für internationale Werbeagenturen (BBDO, TBWA, SAATCHI & SAATCHI) und als Gag-Autor und Co-Moderator für RTL („Guten Morgen Deutschland“) und RTL Plus. Nach der anfänglich hobbymäßigen Beschäftigung mit der seriösen Astrologie, begann er ein siebenjähriges Studium an der Münchner Schule für Astrologie (MRL) und eröffnete Ende der 1980er Jahre eine eigene astrologische Praxis in Köln. Hier berät er bis heute Klienten aus dem In-und Ausland.

Der Geist der Nachhaltigkeit

Wer den Gedanken der Nachhaltigkeit nur auf die Umwelt bezieht, fasst ihn zu eng. Der Wille des Menschen zum Raubbau setzt beim Menschen selbst an: mit der Geschichte der Sklaverei, die im Altertum begann. Heute sehen wir uns einer industrialisierten Welt ausgesetzt, die den Menschen zur Ressource erklärt – zum Humankapital für den Arbeitsmarkt. Moderne Personalchefs nennen sich bezeichnenderweise „Human Ressource Manager“. Doch dürfen wir uns darauf verlassen, dass die Industriemächtigen sorgsam mit dieser Ressource – also uns – umgehen, wo es doch entsprechend den Marktgesetzen unablässig um Gewinnmaximierung geht?

Schon der französische Philosoph Michel de Montaigne (1533 - 1592) warnte eindringlich: „… lasst euch nicht aus euch selbst vertreiben. Sie wollen euch zu Markte bringen und verbrauchen.“ Kann ein würdiges Dasein heute dennoch gelingen? Ein wichtiger Grundstein dafür sind tiefere Erkenntnisse und die damit verbundene Umwertung allgemein herrschender Werte. Da ist jeder einzelne gefordert. Eine weitere hilfreiche Strategie: zu versuchen im Einklang mit der Natur oder letztlich mit dem Kosmos zu leben. Empfehlenswert für jeden, der sein Leben erfüllt und ohne schlechtes Gewissen genießen will. Wer jedoch bereits heute darüber nachdenkt, wie wir in naher oder ferner Zukunft die Ressourcen von Planeten oder Asteroiden ausbeuten können, bei dem sind Hopfen und Malz verloren. Im international ratifizierten Weltraumvertrag von 1967 wurde festgelegt, dass kein Staat Besitzansprüche auf einen Himmelskörper erheben darf. Die Antwort auf die Frage, wem die Rohstoffe gehören, die im All vorhanden sind, ist also einstweilen gegeben: keinem.

Stand: Februar 2017