Ulrike Fieback

Ulrike Fieback, aufgewachsen in Herdecke an der Ruhr, beruflich tätig als Sprecherin/Referentin Presse- und Öffentlichkeitsarbeit einer großen deutschen Krankenkasse, seit 2014 Herausgeberin des Online-Magazins Hipburn, wohnhaft in Hannover.

Weitere Informationen:
http://hipburn.de
 

Wo bleibt das Positive?

Krisen, Kriege und Konflikte. Nur noch negative News, die ich im Kleinen über mein privates und berufliches Umfeld sowie im Großen über das Weltgeschehen wahrnehme. Gibt es nichts Positives mehr zu berichten? Wo sind die schönen Dinge geblieben, die Herz und Sinne erfreuen? Dieses imaginäre Fragezeichen, welches ich vor Augen hatte, war 2014 die Initialzündung, mein Onlinemagazin „Hipburn“ ins Leben zu rufen. Ein Magazin für schöne Dinge. Ich möchte den Menschen Positives „servieren“. Schöne Dinge, die inspirieren und die Sinne ansprechen. Beispielsweise mittels Kunst, Design, Interior, Kulinarik oder Reisen.

Namensgeberin des Magazins ist Audrey Hepburn, da sie die beste Stellvertreterin hinsichtlich Stil, Ästhetik und Eleganz ist. Kurzum: Für alles Positive und Schöne steht. Aus Hepburn wurde Hipburn, was zudem auch ein augenzwinkerndes Wortspiel ist aus den Begriffen „Hip“ und „Burner“.

Seitdem ist das Redaktionsteam unterwegs, um für die Leserinnen und Leser „Perlen“ zu finden. Schöne Dinge, die unsere Sinne erfreuen. Schöne Dinge, die auch Audrey gefallen hätten.

Schwerpunkt des Magazins ist Storytelling. Denn: Eine gute Geschichte fängt immer mit einem interessanten Menschen an. So erstellen wir mit Vorliebe Portraits, Business – oder Unternehmensportraits und bieten eine Plattform für private Biographien, innovative Produkte oder besondere Dienstleistungen.

Zwischenzeitlich sind schöne „nachhaltige“ Storys entstanden, wie zum Beispiel über eine Ledermanufaktur aus Düsseldorf, die sich klar zu ihrer gesellschaftlichen Verantwortung bekennt und entschieden hat, die Ledertaschen nur in Deutschland zu produzieren. Die handselektierten Lederstücke durchlaufen daher auch nur heimische, zertifizierte Gerbereien. Klasse statt Masse, so die Devise. Zudem möchte der Unternehmer das fast ausgestorbene Feintäschnerhandwerk wieder in Deutschland etablieren.

Oder es gibt die Geschichte zweier Unternehmerinnen aus Süddeutschland, die eine Blusenmanufaktur gegründet haben, in der die Nachhaltigkeit oberste Priorität hat. Weg von Billigprodukten aus Fernost, hin zu einem wertschätzenden und gut bezahlten Arbeitsplatz in Deutschland. Jeder Knopf und jeder Reißverschluß kommt von einem deutschen Lieferanten. Die gesamte Produktionskette jeder einzelnen Bluse ist transparent und nachvollziehbar. Die Blusen sind ökozertifiziert und aus 100 Prozent Baumwolle.

Das bewusste Umgehen mit Zeit und Ressourcen ist in der Geschichte einer Künstlerin nachzulesen, die erst im Ruhestand mit dem Malen begonnen hat und ihre gewonnene freie Zeit mit Leinwänden und Pinseln verbringt. Beeindruckend schildert sie, wie sie ihr Rentnerdasein nicht mit Müßigkeit, sondern mit farbiger Lebensfreude füllt.

Ein schöne Story zum Thema Nachhaltigkeit ist auch der Bericht über ein 60-jähriges Best-Ager-Model. Selbstbewusst präsentiert sie sich mit grauen Haaren und Falten und macht Frauen jenseits der Wechseljahre Mut, weiblich und attraktiv auszusehen.

Eine besonders emotionale Geschichte sind die Kindheitserinnerungen meiner Mutter, die mich - im Rahmen einer Zeitreise - ins Berlin der 30ger Jahre mitgenommen hat. Dem Leser wird wird lebendig vor Augen geführt, wie damals ein Leben ohne Discountermärkte, ohne Autos, ohne Waschmaschine und ohne Internet ausgesehen hat.

Stand: September 2017