Uwe Johänntgen

Uwe Johänntgen ist seit 2008 Gesamtleitung Marketing der memo AG/Greußenheim – seit 2012 Mitglied der Geschäftsführung. In dieser Funktion verantwortet er die Bereiche E-Commerce, klassisches Marketing sowie die Unternehmenskommunikation des ganzheitlich nachhaltig tätigen Versandhandels. Bis einschließlich 2012 verantwortete er zudem als Gesamt-Vertriebsleiter die strategische Vertriebsplanung und die Vertriebsorganisation der memo AG.

Nach dem Studium der Wirtschaftswissenschaften an der Universität des Saarlandes startete er seinen beruflichen Werdegang in einer Unternehmensberatung, wechselte 1998 ins Produktmanagement des weltweit tätigen Spezialisten für Sicherheits- und Kennzeichnungsprodukte BRADY Corporation / SETON Division, um dort einige Jahre später als New Business Development Manager u.a. mit neuen und innovativen Sortimenten die Expansion und Erschließung neuer Märkte in Deutschland und Europa zu verantworten. Zahlreiche Weiterbildungen z.B. für Zeit- und Projektmanagement, zum Six Sigma Green Belt sowie diverse Führungskräfte-Seminare und Marketing-Workshops runden sein Profil ab. Die Geburt seiner Tochter 2007 und die mehrjährige berufliche Tätigkeit im europäischen Ausland und mit den USA veränderten seine persönlichen Wertevorstellungen. Er fand zum Thema Nachhaltigkeit, in welchem er sich seitdem beruflich engagiert und welches er auch privat lebt.

 

Warum memolife?

Interview Uwe Johänntgen, Gesamtleiter Marketing memo AG

Warum gerade „memolife“ speziell für memo Privatkunden?

Der Anspruch und die Bedürfnisse von Privatkunden hinsichtlich des Einkaufs online und offline haben sich in den letzten Jahren erheblich geändert. Wie auch im stationären Handel wollen Kunden nicht nur ihren Einkaufswagen füllen, sondern sie suchen Einkaufserlebnisse. Einerseits muss es komfortabel, sicher und zuverlässig sein und andererseits muss das Sortiment stimmen. Bisher haben wir Gewerbe- und Privatkunden in fast gleicher Art und Weise angesprochen und ihnen ein nahezu deckungsgleiches Sortiment geboten. Das ändern wir mit memolife!
Der Name ist dabei Programm: „memo“ steht nach wie vor für Ökologie, soziale Verträglichkeit, Ökonomie, Qualität und absolute Kundenorientierung. „life“ bedeutet die Hinwendung zum Privatleben - außerhalb von Büro und Beruf. Es lag nahe, die beiden Begriffe zu verbinden.

Welche Zielgruppe sprechen Sie mit memolife an?

Immer mehr Menschen stellen den „Massenkonsum“ in Frage und suchen nach Möglichkeiten, nachhaltig, bewusst und ressourcenschonend zu konsumieren. Nachhaltigkeit und entsprechender Konsum sind in der Mitte der Gesellschaft angekommen und es gibt immer mehr Menschen, denen die Themen Umwelt, Klima, Ernährung und Gesundheit wichtig sind. Unser Angebot richtet sich genau an diese Zielgruppe und natürlich an alle unsere bisherigen memo Privatkunden.

Wie sieht das Sortiment von memolife aus?

Wir haben das bisherige Sortiment, das historisch bedingt für Gewerbekunden konzipiert ist, für Privatkunden analysiert, bereinigt und angereichert. So haben wir neue Rubriken geschaffen, die wichtige Lebensbereiche des Privatkunden widerspiegeln wie z.B. Genuss, Wellness, Garten und Freizeit oder Wohnen und Schlafen. Dafür wurden von uns viele neue Produkte sorgfältig geprüft und ausgesucht. Mittelfristig werden wir allen an einem nachhaltigen Lebensstil  interessierten Zielgruppen unterschiedliche Impulse und Ideen für ein nachhaltiges Leben bieten, mit redaktionellen Inhalten, ausgewählten Produktsortimenten und der Vermittlung von Dienstleistungen.

Wie gestalten sich die Preise für Privatkunden bei memolife?

Wir bieten ein erstklassiges Preis-Leistungsverhältnis für unsere sorgfältig ausgesuchten, nachhaltigen Angebote. Unsere marktgerechten Preise sind nach wie vor fair!

Wodurch unterscheidet sich der Einkauf für Privatkunden in Zukunft im Ver-gleich zu memo.de?

Der Unterschied ist vor allem im völlig neuen memolife Onlineshop deutlich zu spüren. Wir haben neben einer weitaus ansprechenderen Gestaltung vor allem die Bedienbarkeit und die Übersichtlichkeit verbessert. Intuitiv gelangen unsere Kunden durch optimierte Suche, Navigation und Filter erheblich schneller zum gewünschten Produkt.
Hier finden sie alle relevanten Produktdaten, gezielte Informationen zu den nachhaltigen Eigenschaften und Bewertungen von anderen Kunden. In puncto Nachhaltigkeit sind wir mit keinem anderen Shop im deutschsprachigen Raum vergleichbar, schließlich ist die memo AG ein Pionier und ein Vorbild innerhalb der Branche.

Wie geht es mit memo.de weiter und was planen Sie mit memolife für die Zukunft?

Nach dem erfolgreichen Start von memolife steht nun der Relaunch des Onlineshops memo.de an. Dieser basiert auf der gleichen Technik wie memolife.de, womit zukünftig auch unsere Gewerbekunden bequem nachhaltige Sortimente beschaffen können. Bis zum Start wahrscheinlich Ende 2015 können Privatkunden auf beiden Plattformen einkaufen. Anschließend werden wir die beiden Shops trennen.
Für memolife wollen wir das Sortiment nachhaltiger Produkte für den Alltag und die Freizeit weiter ausbauen. Ein Ziel ist die Mehrsprachigkeit, um die Expansion in europäische Nachbarländer auch im Bereich Privatkunden weiter voran zu treiben.

Stand: April 2015

memo AG
Als Versandhandel präsentiert die memo AG ihr Sortiment über verschiedene Printmedien und drei Onlineshops. Mit Bürobedarf und –möbeln, Werbeartikeln sowie Produkten für Schule, Haushalt, Freizeit und Wohnen werden Unternehmen und Organisationen sowie private Konsumenten gleich-ermaßen angesprochen. Alle Produkte sind gezielt nach ökologischen und sozialen sowie nach öko-nomischen und qualitativen Kriterien ausgewählt. Viele davon - vor allem die über 1.000 memo Markenprodukte - tragen anerkannte Umweltzeichen und Labels, wie beispielsweise den "Blauen Engel". Doch nicht nur beim Sortiment, sondern in allen anderen Geschäftsbereichen, verfolgt und berücksichtigt die memo AG seit ihrer Gründung konsequent die Kriterien der Nachhaltigkeit. Für ihr Engagement zugunsten Mensch, Umwelt und Klima wurde die memo AG bereits mehrfach ausgezeichnet.
 

Die memo AG: nachhaltig Leben und Arbeiten

Die Symbiose von ökologischem und sozialem Engagement mit ehrgeizigen betriebswirtschaftlichen Zielen und qualitativ hochwertigen Produkten: So ließe sich der Leitgedanke von Jürgen Schmidt beschreiben, als er 1989 in Würzburg zusammen mit Ulrike Wolf, Helmut Kraiß und Thomas Wolf, die noch heute im Vorstand des Unternehmens tätig sind,  ‚memo‘ gründet: ein Versandhaus für gewerbliche Kunden mit einem Komplettsortiment an umweltfreundlichen Büroartikeln zu marktgerechten Preisen. Inzwischen beliefert memo ca. 124.000 Gewerbe- und Privatkunden mit mehr als 10.000 nachhaltig guten Produkten.

Anfangs richtete sich der Großhandel und das darauf begründete Versandhaus nur an Gewerbetreibende. Seit 2004 können auch Privatkunden direkt im Online-Shop oder aus den Katalogen bestellen. Im Jahr 2006 wurde das in Eigenregie entwickelte Markensortiment erstmals auf der „BioFach“ in Nürnberg, der Weltleitmesse für ökologische Konsumgüter präsentiert. Heute sind die über 1.000 memo Markenprodukte - vom Recycling-Taschentuch über Buntstifte aus nachhaltiger Forstwirtschaft, Wasch- und Reinigungsmittel auf Basis von Seifenkraut bis zum T-Shirt aus Bio-Baumwolle nach GOTS und Fairtrade zertifiziert - direkt, im deutschen (Bio-)Fachhandel und europaweit über ein Netz von Distributoren und Großhändlern erhältlich.

Jeder Artikel im Sortiment wird vor der Listung nach strengen Umwelt- und Sozialkriterien sorgfältig geprüft. Aber auch Gebrauchstauglichkeit und Preis sind ausschlaggebend. Nur so kann erreicht werden, dass Kunden bei memo die jeweils beste Alternative eines Produktbereiches finden. Diesem hohen Anspruch wird das Unternehmen auch in allen anderen Bereichen gerecht: Ob Logistik, Standort- und Personalmanagement, Partnerschaften oder Kooperationen – jede strategische, aber auch jede Einzelmaßnahme im Unternehmen basiert auf den Prinzipien der Nachhaltigkeit.

Die Mitarbeiter sind das höchste Gut
Flache Hierarchien und ein offener Umgang untereinander sind bei der memo AG selbstverständlich – und dabei eine große Herausforderung für die Mitarbeiter: Die hohe Transparenz aller Geschäftsprozesse verlangt von jedem Einzelnen (von den Führungskräften bis hin zu den Fachkräften in der Logistik) deutlich mehr Verantwortung, als dies in anderen Betrieben üblich ist. Jeder Festangestellte hat beispielsweise Zugang zu allen Unternehmenszahlen, sämtlichen Auftrags- und Rechnungsumsätzen, Einkaufspreisen und Handelsspannen sowie zu den kompletten statistischen und betriebswirtschaftlichen Auswertungen. Der Vorstand präsentiert und kommentiert auf regelmäßigen Personalversammlungen die Quartalsbilanzen, die Geschäftsentwicklung und die kurz- und langfristigen Planungen und Ziele des Unternehmens.

memo investiert kontinuierlich in Ausbildung, Fortbildung und interne Schulungen. Bei einer Ausbildungsquote von rund zehn Prozent wird allen Auszubildenden nach ihrer Ausbildung ein Arbeitsplatz im Unternehmen angeboten.

Alle unbefristet beschäftigten Mitarbeiter sind über die memo Mitarbeiter-Beteiligungsgesellschaft am Unternehmen beteiligt. Sie erhalten jährlich eine gewinnabhängige Ausschüttung auf ein stilles Gesellschafterkonto und eine Option, ihr Guthaben später in Vorzugsaktien umzuwandeln. Zudem wird für alle Mitarbeiter ab dem zweiten Jahr der Betriebszugehörigkeit eine Direktversicherung abgeschlossen -  natürlich auf Basis eines ökologisch orientierten Aktienfonds.

Die niedrige Fluktuationsquote bestätigt, dass die internen Maßnahmen zur Förderung der Mitarbeiterzufriedenheit greifen. Rund 30 Prozent der Mitarbeiter bei der memo AG sind bereits seit über zehn Jahren im Unternehmen beschäftigt. Die Investitionen in die Mitarbeiter rechnen sich auch wirtschaftlich und sind zusätzlich ein unschätzbarer Wettbewerbsvorteil. Durch nichts zu ersetzen sind die Erfahrung und die Kenntnisse zu vielfältigen ökologischen und sozialen Themen, die sich nicht nur bei der Sortimentsgestaltung, sondern auch bei der Beratung und Betreuung der Kunden zu Produkten und Dienstleistungen bezahlt machen.

Auch das betriebliche Gesundheitsmanagement für die memo Mitarbeiter zahlt in dieses System ein. Neben der ständigen Optimierung der Arbeitsplätze hinsichtlich Ergonomie und Gesundheitsschutz bietet die memo AG ihren Mitarbeitern Informationsveranstaltungen, Gesundheitskurse und Vorsorgeuntersuchungen an. Eine niedrige  Krankheitsquote bestätigt den Erfolg dieser Maßnahmen.

Ein Arbeitsplatz zum Wohlfühlen

Seit 1995 sitzt die memo AG buchstäblich auf der „grünen Wiese“ in Greußenheim: Das Grundstück grenzt direkt an ein Biotop, das den Namen für die Firmenadresse liefert.

Das Zuhause der memo AG wurde nach modernsten gesundheitlichen und ökologischen Erkenntnissen gebaut und verfügt über eine getrennte Brauchwasser-Anlage und ein Gründach. Die Räume sind mit Oberlichtern und großen Fensterflächen ausgestattet - eine  flimmerfreie Tageslicht-Vollspektrum-Beleuchtung sorgt für angenehmes Licht. Im ganzen Haus wurden statt PVC-Rohren Gussrohre verlegt, auf Mineralfaser-Dämmstoffe wurde verzichtet - stattdessen kommen für die Bürowände recycelte Papierfasern zum Einsatz. Die hochwärmedämmenden Fenster sind aus heimischen Hölzern gefertigt, die atmenden Parkettböden mit Wachs behandelt. Für die Wände wurden Naturfarben verwendet.

Sämtliche Büros sind mit ergonomischen Naturholzmöbeln aus dem Sortiment von memo und speziell ausgesuchten Pflanzen ausgestattet, die nicht nur das Arbeitsumfeld verschönern, sondern auch das Raumklima verbessern. Für die Pausen stehen den Mitarbeitern ein attraktiver Cafeteria-Bereich mit Terrasse und ein Naturgarten zur Verfügung. So schafft die memo AG mitten im Grünen eine optimale und motivierende Arbeitsumgebung für alle Mitarbeiter.

Seit Ende 2006 erfolgt die Raumwärme-Erzeugung über eine firmeneigene Holz-Hackschnitzel-Heizanlage. Durch deren Inbetriebnahme konnten die CO2-Emissionen der memo AG um über 60 Prozent reduziert werden. Die unvermeidlichen Restemissionen werden berechnet und durch Investitionen in anerkannte, ökologisch sinnvolle Klimaschutzprojekte kompensiert.

Ausgesuchtes Sortiment

Das Sortiment von memo ist nach den strengen Kriterien der Nachhaltigkeit zusammengestellt. Ziel des Unternehmens ist es, dem Verbraucher die aufwändige Recherche nach ökologischen und sozial verträglichen Alltagsprodukten mit langlebiger Qualität und gutem Preis-Leistungsverhältnis abzunehmen, um bewussten und strategischen Konsum zu erleichtern.

In Zusammenarbeit mit den Produktmanagern des Hauses entstanden die „memo Beschaffungskriterien“, ein umfassender und detaillierter Fragebogen, der bei der Produktrecherche als Leitfaden dient. Geprüft werden die Gesundheits- und Umweltverträglichkeit der Produkte während der gesamten Wertschöpfungskette - von der Rohstoffgewinnung über das Herstellungsverfahren, den Vertrieb und Gebrauch bis zum Recycling bzw. der Entsorgung. Aber auch die Gebrauchstauglichkeit und das Preis-Leistungsverhältnis sind wichtige Kriterien für die Aufnahme ins Sortiment: Große Mengen und damit spürbare Umweltauswirkungen werden nur erzielt, wenn sich ein Produkt auch für den Verbraucher rechnet. Und nicht zuletzt müssen auch soziale Kriterien – eine sozialverträgliche Herstellung und fairer Handel - erfüllt sein.

Gibt es für nachgefragte Ware keinen geeigneten Lieferanten, greift memo mitunter selbst in die Produktentwicklung ein. Über 1.000 Artikel tragen heute den Namen memo. So zum Beispiel eine Textilserie aus Bio-Baumwolle nach SA8000-Norm und mit „Fairtrade“-Siegel, bei dessen Einführung in Deutschland die memo AG Pilotpartner war.

Bei der Beurteilung stützen sich die Produktmanager auf unabhängige Qualitäts- und Umwelt-Zertifizierungen, wie etwa die ISO Normen 9001/14001 für Qualität und Umwelt oder EMAS und SA8000 für den Sozialbereich. Zudem werden die Bewertungen unabhängiger Testzeitschriften wie „ÖkoTest“ oder „Stiftung Warentest“ hinzugezogen. Anerkannte Umweltzeichen – beispielsweise der „Blaue Engel“ - sind weitere wichtige Orientierungshilfen bei der Auswahl.

Konsequent ökologisch

Mit jedem Paket, das das Lager in Greußenheim verlässt, leistet die memo AG einen Beitrag zum Umwelt- und Klimaschutz: Die Produkte erfüllen die anspruchsvollen ökologischen, sozialen und ökonomischen Kriterien der Nachhaltigkeit - die Lieferung erfolgt klimaneutral. Damit dem Kunden die Entscheidung für ökologisch und sozial einwandfreie Alternativen möglichst leicht fällt, gehören marktgerechte Verkaufspreise ebenso zur Unternehmensphilosophie des Versandhauses wie ein leistungsstarker Service, Zuverlässigkeit und hohe Liefertreue.

Mit ausführlichen und informativen Produkttexten zu allen Artikeln im Sortiment trägt die memo AG zusätzlich zur Aufklärung über das komplexe Thema Nachhaltigkeit bei und schafft ein Bewusstsein für die - nicht zuletzt auch ökonomischen - Vorteile der ökologisch einwandfreien Angebote. Der mittlerweile rund 700 Seiten starke Gesamtkatalog der memo AG ist längst zu einer Art Nachschlagewerk zum Thema Nachhaltigkeit geworden.

Das tief in der Firmenphilosophie verwurzelte Prinzip der Nachhaltigkeit wurde zum Motor für Geschäftsideen mit Vorbildfunktion.

1992 wird ein spezielles Rücknahmesystem - die  memo „Wertstoff-Box“ - entwickelt, um dem Anspruch auf möglichst geringe Schadstoffbelastung bei Herstellung, Gebrauch und Entsorgung aller Produkte gerecht zu werden. Das Sammelsystem ermöglicht es dem Kunden, verbrauchte Produkte, Mehrwegbehälter, wiederverwertbare Tonermodule oder Inkjet-Druckköpfe zurückzusenden und so dem Wertstoffkreislauf wieder zuzuführen.

1998 folgt ein Mehrwegsystem der Deutschen Post AG, die „Postbox“, das memo als Pilotpartner in der Versandlogistik einsetzt. Der Einsatz der stabilen, ständig wiederverwendbaren Behälter aus recyclingfähigem Polypropylen ersetzt das Wegwerfprodukt Karton. Als die Post das System 2008 wegen zu großem Schwund einstellen muss, entwickelt memo auf Basis der praxiserprobten Behälter ein eigenes Mehrweg-Versandsystem, die "memo Box", die seitdem jedes Jahr mehrere Tonnen Kartonagenabfall einspart.

Aber auch alle internen Prozesse werden auf ihre (ökologische) Wirtschaftlichkeit hin optimiert. So wird z.B. für den internen Bedarf und jegliche Geschäftskorrespondenz ausschließlich 100 Prozent Recyclingpapier mit dem „Blauen Engel“ verwendet, um die wertvolle Ressource Holz weitestgehend zu schonen.

Ausgezeichnetes Engagement

Die Leistungen und der Einsatz zugunsten Mensch, Umwelt und Klima der memo AG wurden bereits vielfach ausgezeichnet:

2009 erhält die memo AG den Deutschen Nachhaltigkeitspreis als „Deutschlands recyclingpapierfreundlichstes Unternehmen“ und zählt zu den Top 3 „Deutschlands nachhaltigster Unternehmen“ sowie zu den Top 3 Unternehmen mit „Deutschlands nachhaltigstem Recycling“.

Im Oktober 2010 zeichnet die Verbraucher Initiative e.V. die memo AG als einziges Unternehmen als „Nachhaltiges Einzelhandelsunternehmen 2010“ in Gold aus.

Im März 2012 erhält die memo AG vom WWF die Auszeichnung als „Best Practice“-Unternehmen aufgrund ihres verantwortungsvollen Umgangs mit den Ressourcen Holz und Papier.
Im November des gleichen Jahres wird die memo AG innerhalb von nur wenigen Tagen mit gleich zwei Nachhaltigkeitspreisen ausgezeichnet: Als Vorreiter in Sachen Nachhaltigkeit erhält das Unternehmen den Utopia Award als "Changemaker des Jahres". Weiterhin geht der erstmalig ausgelobte Nachhaltigkeitspreis Mainfranken in der Kategorie „51-250 Mitarbeiter“ an die memo AG als Arbeitgeber, der nachhaltiges Wirtschaften in der Region vorbildlich vorlebt.

Anfang 2013 belegt das Unternehmen den 1. Platz des Alternativen Gesundheitspreises 2012 der BKK advita. Mit diesem Preis zeichnet die Krankenkasse erstmals kleine und mittelständische Unternehmen mit bis zu 300 Beschäftigten aus, die sich für eine nachhaltige betriebliche Gesundheitsförderung einsetzen und gleichsam ökologische Aspekte berücksichtigen.

Weitere Informationen:
www.memo.de
www.memoworld.de

Kurzinterview Uwe Johänntgen, Gesamtleitung Marketing der memo AG

Thema „Nachhaltige Markenführung“: Wie ist es gelungen, memo mit wenig finanziellen Mitteln zu einer starken Marke zu machen?

memo machte nicht nach, sondern gab vor. Die Marke präsentierte sich niemals in Form von teurer Werbung, die oft mit dem Trugschluss verbunden ist, dass der Umsatz schon kommt, wenn sie erst einmal bekannt ist. memo brauchte niemals vordergründig werben, weil die Kunden im Hintergrund längst über die gesamte Wertschöpfungskette des Unternehmens – von der Philosophie, der Beschaffung und Logistik bis hin zu Marketing und Vertrieb - informiert waren.

Markenaufbau, -etablierung und -führung sind langfristige Aufgaben, deren Ziele von einer visionären Strategie geprägt sind und sich selten mit kurzfristiger Taktik erreichen lassen. Sie muss sich von innen nach außen entwickeln. Weshalb ist memo ein Beispiel dafür, dass eine Marke nicht von heute auf morgen „gemacht“ werden kann?

Nachhaltige Marken entstehen nicht durch PR und Werbung, sondern durch nachhaltige Substanz. Wo Sinnvermittlung simuliert wird, bleibt am Ende nichts außer einer werblichen Botschaft und dem Preis. Das spüren auch die Konsumenten, die heute mehr Macht denn je haben. Sie sind kritischer und erwarten wahrhaftige Produkte, die unter einwandfreien Umwelt- und Sozialbedingungen produziert werden. Es geht ihnen um Glaubwürdigkeit und Relevanz. Dabei stehen Marken auch für immaterielle Werte, die Verbraucher erfüllt sehen möchten. Markenaufbau, -etablierung und -führung sind langfristige Aufgaben, deren Ziele von einer visionären Strategie geprägt sind und sich selten mit kurzfristiger Taktik erreichen lassen. Sie muss sich von innen nach außen entwickeln. Die Konsumenten spüren, wenn Kontinuität und Geduld fehlen und Sinnvermittlung simuliert wird.

Die Marke memo hat markige Werbebotschaften niemals mit der Gießkanne ausgeschüttet. Vielmehr war sie eingebunden in den systematischen Aufbau und das konsequente Nachhaltigkeitsmanagement des Unternehmens. Wie konnte dennoch eine stetige Markenentwicklung gefördert werden?

Uwe Johänntgen: Indem Führungskräfte und Mitarbeiter von ihren Kernüberzeugungen nicht abrückten. Die Strahlkraft der eigenen Marke zeichnet sich durch Inhalt, Unverwechselbarkeit und eine scharfe Profilierung aus. Ihre Stärke sorgt auch für personenunabhängige Kontinuität.